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Jede siebte Schule in NRW arbeitet ohne regulären Leiter

Jede siebte öffentliche Schule in Nordrhein-Westfalen hat keinen Schulleiter. Über alle Schulformen hinweg sind derzeit 734 Chefsessel und 939 Stellvertreterposten vakant. Das teilte das Schulministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

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Düsseldorf

, 04.03.2018
Jede siebte Schule in NRW arbeitet ohne regulären Leiter

Eine Schülerin meldet sich im Klassenzimmer eines Gymnasiums. Foto: Marijan Murat/Archiv

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Problematik kaum verbessert: Über 14 Prozent der 5107 öffentlichen Schulen sind ohne regulären Schulleiter und gut 22 Prozent der 4253 Schulen mit Anspruch auf eine Vertreterstelle ohne Stellvertreter. Im Sommer 2017 waren die Quoten fast genauso.

Der Vorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, forderte von den Bundes- und Landesregierungen zügige Maßnahmen, um gegenzusteuern. Das Problem des allgemeinen Lehrer- und Schulleitermangels betreffe alle Länder, sagte er der dpa. Minimale Anhebungen der Besoldungen machten den Beruf nicht attraktiver, solange sich Lehrer mit ständig wachsenden Aufgaben konfrontiert sähen.

Beckmann forderte die Kultusministerkonferenz auf, valide bundesweite Zahlen zum Lehrer- und Schulleitermangel zu erheben und sich auf einen gemeinsamen Aktionsplan zu verständigen. Darüber hinaus fordert er einen verbindlich einklagbaren Schlüssel für Assistenzstellen wie Schulsekretärinnen und Hausmeister.

Von Freitag bis Samstag kommender Woche (9./10. März 2018) kommen in Düsseldorf über 2500 Teilnehmer zum 7. Deutschen Schulleiterkongress zusammen. Dort soll eine repräsentative Studie zu ihrer Situation vorgestellt werden.

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