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Jena akzeptiert DFB-Urteil

Jena (dpa) Der FC Carl Zeiss Jena ist nach den Vorfällen der vergangenen Wochen mit einem blauen Auge davon gekommen. Neben einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro muss der Drittligist auch einen Teilausschluss der Öffentlichkeit beim nächsten Heimspiel gegen den SC Paderborn akzeptieren.

«Wir müssen und werden das Urteil so akzeptieren. Allerdings hätte es uns auch noch deutlich härter treffen können», sagte FC-Geschäftsführer Carsten Linke. Die Besucherzahl wird für die Anhänger des FC Carl Zeiss Jena auf 2500 begrenzt. Darüber hinaus wird den Fans des Gastvereins ein Kontingent von nur 500 Karten eingeräumt. Für die Jenaer Zuschauer sind ausschließlich die Bereiche der Haupttribüne vorgesehen, die Gästefans sollen auf die Gegengerade. Alle Stehplatzbereiche werden gesperrt. Grund für das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war ein Böllerwurf beim Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig, sowie Becherwürfe in Richtung des Schiedsrichters beim letzten Heimspiel gegen den VfR Aalen.

Eine Minderung der Strafe und die Abwendung eines drohenden «Geisterspiels» hat der Thüringer Traditionsclub demnach dem positiven Verhalten von Spielern und Präsidiumsmitgliedern zu verdanken. In Braunschweig gingen Spieler Torsten Ziegner und Trainer René van Eck in die Fankurve, um die Situation nach dem Böllerwurf zu beruhigen. Auch in Jena haben Geschäftsführer Carsten Linke und Präsident Peter Schreiber deeskalierend auf die Jenaer Zuschauer eingewirkt. Der DFB-Kontrollausschuss bewertete dieses Verhalten positiv.

Derweil hat der Verein gegen den Becherwerfer und eine weitere Person, die nach Spielende den Innenraum des Ernst-Abbe-Stadions betreten hatte, Hausverbote bis zum 30. Juni 2009 ausgesprochen. Schreiber betonte, dass es sich dabei nicht um Stadionverbote nach Regularien des DFB handele, sondern der Verein von seinem Hausrecht Gebrauch macht. «Wir wollen in Zukunft solche Vorfälle unbedingt verhindern und werden einen Selbstreinigungsprozess einleiten», betonte Schreiber. Dabei setzt der Club auch auf die Mithilfe der eigenen Anhänger. «Unsere Fans haben nach wie vor einen guten Ruf. Wir dürfen nicht zulassen, dass einige Wirrköpfe das Gesamtbild der Jenaer Fans beschädigen», erklärte Schreiber. Alle Vorfälle, die in Jena zwei Stunden vor und nach den Heimspielen des Clubs in Zusammenhang mit dem Fußball passieren, sollen künftig mit diesen Strafen geahndet werden können.

Für das Spiel gegen Paderborn rechnete der Verein ursprünglich mit 8000 Zuschauern. «Der Verlust der Einkünfte trifft uns. Gerade weil wir zuletzt schon 12 000 Euro Strafe nach den Vorfällen im Spiel gegen Dynamo Dresden zahlen mussten», sagte Schreiber. Eventuell sollen die DFB-Geldstrafen auch auf die Täter umgelegt werden.

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