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Jena vor Derby kämpferisch

Jena (dpa) Zwei Tage vor dem Thüringen-Derby der 3. Liga gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gibt sich der FC Carl Zeiss Jena kämpferisch. «Wir werden nicht so viele Torchancen zulassen wie der FC Bayern München beim 4:3 im DFB-Pokal», sagte Jenas Co-Trainer Thomas Matheja.

Er hatte sich die Begegnung angesehen und den großen Offensivdrang der Erfurter im DFB-Pokalspiel als großen Unterschied zu den Ligaspielen ausgemacht. «Albert Bunjaku war sehr torgefährlich. Doch unsere Abwehr ist gut drauf und wird ihn stoppen können», meinte Matheja.

Jenas Mittelfeldspieler Torsten Ziegner hat auf dem Rasen selbst schon fünf Begegnungen zwischen Jena und Erfurt miterlebt. Drei Mal trug er das Jenaer, zwei Mal das Erfurter Trikot. «Wir sind gut in die Saison gestartet und wollen unsere weiße Weste ohne Niederlage behalten», sagte Ziegner. Besonders gern erinnert sich Jenas ehemaliger Kapitän an die Begegnung vor drei Jahren im Steigerwaldstadion. «In unserem Aufstiegsjahr haben wir dort gewonnen. Das war ein ganz wichtiger Erfolg», erklärte Ziegner. Aus dem aktuellen Kader waren neben Ziegner auch Carsten Sträßer, Martin Ullmann und Trainer Henning Bürger für beide Thüringer Vereine aktiv.

Definitiv nicht spielen wird auf Jenaer Seite Ralf Schmidt, der weiterhin seine Knieverletzung auskuriert. Bis Mittwoch nahmen außerdem Naoya Kikuchi (Innenbandprobleme) und Tim Kay Petersen (Fußverletzung) nicht am Mannschaftstraining teil. Ob sie am Freitag zum Einsatz kommen können, wird am Donnerstag entschieden. Für einen Einsatz empfohlen hat sich Felix Holzner, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen nicht eingesetzt wurde.

Die Brisanz des Derbys unterschätzt in Jena niemand. «Die Atmosphäre im Stadion wird sicher eine andere als sonst. Wenn es am Freitag losgeht, wird jeder wissen, warum manche Zweikämpfe vielleicht ein bisschen härter geführt werden», sagte Jenas Sportlicher Leiter Carsten Linke. Ziegner betonte: «Wir dürfen uns vor allem nicht provozieren lassen, sondern müssen unser Spiel machen.»

Die 3500 Karten für die Jenaer Fans sind restlos ausverkauft, teilte der Verein mit. Auch für den Entlastungszug nach Erfurt mit etwa 650 Plätzen gibt es keine Tickets mehr. «Wir hoffen, dass im Umfeld alles ruhig bleibt», sagte Co-Trainer Thomas Matheja. Die Fans aus Jena, die mit dem Zug anreisen, werden mit Shuttle-Bussen vom Hauptbahnhof zum Steigerwaldstadion gefahren. Wie die Polizei mitteilte, sind Glasflaschen und Getränkedosen auf der An- und Abreise mit dem Zug verboten.

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