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Jimi Hendrix in 15 Zitaten - Von ihm und über ihn

Berlin. Der Ausnahme-Gitarrist hat sich vielfach in Interviews geäußert. Auch andere Musiker hatten eine Menge über den „Alchimisten“ zu sagen.

Jimi Hendrix in 15 Zitaten - Von ihm und über ihn

Jimi Hendrix beim Festival „Love and Peace“ auf der Ostseeinsel Fehmarn. Foto: Dieter Klar

Jimi Hendrix hat sich in den wenigen Jahren seiner Weltkarriere oft in Interviews geäußert - insofern ist einiges bekannt über manche Einstellungen des Musikers. Auch viele Zeitgenossen haben ihre Sicht auf ihn beschrieben.

Wichtige Zitate von Hendrix:

„Die Amerikaner kämpfen in Vietnam für die gesamte freie Welt. In dem Moment, wo sie sich zurückziehen, sind die Leute da unten den Kommunisten ausgeliefert. Da sollte man die gelbe Gefahr mal nicht unterschätzen.“ (Februar 1967)

„Rassenprobleme sind etwas Hirnverbranntes. (...) Ich bin der Meinung, dass wir auch friedlich nebeneinander leben können. Mit Gewalt hat man solche Probleme noch nie lösen können.“ (September 1967)

„Ich wünschte, die hätten damals in den guten alten Zeiten elektrische Gitarren auf den Baumwollfeldern gehabt. Damit hätte man echt eine Menge Dinge in Ordnung bringen können.“ (Januar 1968)

„Dieser kleine Krieg in Vietnam ist bloß eine Vorübung für das, was noch kommen wird.“ (Januar 1968)

„In meinem Denken gibt es eh keine Schwarzen oder Weißen. Da gibt es nur die Gestrigen und die neuen Leute.“ (August 1968)

„Protest ist Schnee von gestern. Heutzutage wollen die Leute Lösungen, nicht einfach Protestgeschrei.“ (März 1969)

„Ich weiß nur, was ich in der Zeitung lese. Ist mir alles schnurz, solange nur nicht die Atombombe fällt, bevor ich die Gelegenheit hatte, genug Kohle zu machen.“ (September 1969)

„Ich bin nicht sicher, ob ich meinen 28. Geburtstag noch erleben werde. (...) Wenn ich nämlich nichts mehr durch meine Musik mitzuteilen habe, dann gibt es für mich nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt.“ (September 1970, wenige Tage vor Hendrix' Tod.)

Wichtige Zitate über Hendrix:

„Wer ihn allein anhand seiner Aufnahmen beurteilen muss, kann einem nur leid tun. Erst in Fleisch und Blut war er wirklich einmalig - ein Alchemist, der sich auf der Bühne ständig häutete, sich sogar körperlich zu verändern schien. (...) Er machte die E-Gitarre zu einem ästhetischen Erlebnis.“ (Pete Townshend von The Who)

„Den Klang, den er im Kopf hatte, hörte nur er.“ (Hendrix-Schlagzeuger Mitch Mitchell)

„Es war schon beklemmend, wie gut er war. Wir hielten den Atem an und staunten.“ (Eric Burdon von The Animals)

„Da steht dieser Typ auf der Bühne und beißt in seine Gitarre. Zum Teufel, was macht der da, denke ich. Und ich sehe mich nach dem zweiten Gitarristen um - weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass er die Töne allein produzierte. Wo ist also der andere Gitarrist? Es gibt keinen! Ich kroch unter die Bühne, Mann, und die war höchstens einen Meter hoch. Ich rutsche auf den Knien rum, um unter der Gitarre dieses Typen nachsehen zu können. Was macht der da?“ (Woodstock-Mitstreiter Richie Havens)

„Ich dachte, ich wäre der heißeste Gitarrist der Szene. Ich ging die Straße rüber und sah ihn mir an. Hendrix wusste, wer ich war, und er verbrannte mich bei lebendigem Leib. Ich holte danach nicht mal mehr meine Gitarre raus.“ (Mike Bloomfield von der Butterfield Blues Band)

„Hendrix tat genau, was ich wollte. Ich konnte bloß nicht.“ (Jeff Beck)

„Warum wird Jimi Hendrix eigentlich nicht als einer der wichtigsten Komponisten des Jahrhunderts anerkannt? Von den Musikwissenschaftlern, meine ich. Warum wird über ihn nicht wie über John Cage gesprochen?“ (Brian Eno von Roxy Music)

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