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Joachim Löw: «Ein gutes Warm up»

Nürnberg (dpa) Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich nach dem 2:0-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Belgien über die Leistung seines Teams.

Joachim Löw: «Ein gutes Warm up»

Joachim Löw verfolgt das Spiel gegen Belgien vom Spielfeldrand.

Wie ordnen Sie den Saisonstart Ihrer Mannschaft ein?

Löw:«Das Ergebnis geht absolut in Ordnung, das 2:0 ist völlig verdient. Dabei war das Ergebnis für mich zweitrangig, in erster Linie wollte ich sehen, dass die Mannschaft versucht zu kombinieren, den Ball schnell laufen zu lassen, das Spiel schnell aufzulösen. Das haben die Spieler sehr gut umgesetzt und interpretiert. Unsere Mannschaft ist sehr positiv aufgetreten und hat für die frühe Saison- Phase Fluss im Spiel gehabt. Einige Spieler, die zum ersten Mal gespielt haben oder in der hinteren Reihe gestanden hatten, haben ihre Sache sehr gut gemacht.»

Was können Sie aus dem Spiel in die WM-Qualifikation mitnehmen?

Löw: «Es war ein gutes Warm up. Es war jetzt mal ein Beginn. Einige Spieler müssen darauf drängen, jetzt in die Mannschaft zu kommen. Alle diese Spieler, die zuvor weniger gespielt hatten, auch Hitzlsperger und Rolfes, haben sehr engagiert und motiviert agiert. Ich war schon im Training manchmal überrascht, dass einige bereits in so guter Verfassung waren zu dem Saison-Zeitpunkt. Es waren ja sechs Spieler neu im Vergleich zum EM-Finale und es war wichtig, dass der Mut da war.»

Wie beurteilen Sie das Debüt von Serdar Tasci?

Löw:«Ich habe ihn auch im Training so erlebt, wie ich ihn in Stuttgart immer gesehen hatte, vor allem in der VfB-Meistersaison. Im letzten Jahr war er einige Male verletzt. Er ist ein sehr ruhiger und abgeklärter Spieler. Er hat auf mich keinen nervösen Eindruck gemacht und die Dinge gut umgesetzt, die man von ihm gefordert hat. Taktisch gesehen spielt er einen guten Fußball, und vor allem seine Spielauflösung nach vorn mit langen Pässen ist hervorragend.»

Was sagen Sie zum Kurz-Auftritt von Marko Marin?

Löw:«Er hat das Spiel sofort aufgenommen. Nach sieben Minuten hat er schon das Tor erzielt. Es war eine wunderschöne Kombination, er hat zusammen mit Philipp Lahm fünf bis sechs Belgier ausgespielt. Mit Täuschungen, mit Finten, mit Direktspiel - und der Abschluss hat absolut gepasst. Frech und qualitativ gut.»

Wären Tasci und Westermann in der Innenverteidigung eine Option, das Duo Metzelder/Mertesacker abzulösen, das bei der EM seine Probleme hatte?

Löw:«Die Verteidigung insgesamt war bei der EM nicht so stark und präsent wie bei der WM zuvor. Da gab es schon Abstimmungsprobleme. Christoph Metzelder war vor der EM verletzt, Per Mertesacker ist jetzt verletzt, Arne Friedrich war auch nicht dabei. Wir brauchen da schon Alternativen. Tasci und Westermann - es gab vielleicht mal eine kleine Unsicherheit - haben die Sache sehr konsequent gemacht und gut rausgeschoben.»

Sind Torsten Frings und Michael Ballack bei ihrer Rückkehr weiter gesetzt?

Löw:«Nach wie vor wissen wir schon, was wir an beiden Spielern haben. Aber es ist einfach so, dass ich den Konkurrenzkampf sehen möchte. Thomas Hitzlsperger hat gesagt, sein Ziel ist es, Stammspieler zu werden. Das ist legitim, das erwarte ich auch von ihm. Die Spieler müssen angreifen, die schon länger dabei sind.»

Beunruhigt es Sie, dass die Stürmer leer ausgegangen sind?

Löw:«Das beunruhigt mich relativ wenig. Wir hatten gesagt, die Stürmer müssen auf die gegnerischen Verteidiger Druck ausüben. Das haben Klose/Podolski gut gemacht, auch Gomez/Kuranyi. Jetzt haben sie nicht getroffen, aber Gomez und Kuranyi haben in der Liga wieder getroffen. Und ich erwarte auch einiges von Patrick Helmes in den kommenden Monaten, der hat ein enormes Potenzial. Dass unsere Stürmer alle Abschluss-Stärken haben, das weiß man.»

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