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Johnson Controls: Arbeitsgericht stützt Betriebsrat

BOCHUM Im Streit um eine Abmahnung hat das Bochumer Arbeitsgericht dem stellvertretenden Betriebsrat von Johnson Controls am Mittwoch den Rücken gestärkt. Die 5. Kammer verurteilte den Opel-Zulieferer zur Rücknahme der Abmahnung.

von Von Elmar Venohr

, 06.08.2008

Der Streit war nach einem Warnstreit im März 2008 entbrannt. Johnson Controls hatte sich über das Verhalten des Betriebsrats geärgert. Die Firmenleitung war der Meinung, dass die Betriebsratsmitglieder ihre Kompetenzen überschritten und unentschuldigt gefehlt hätten. Der Anwalt des Unternehmens sagte im Prozess: „Die Herren können doch nicht kommen und gehen, wann sie wollen.“

Die Abmahnungen ergingen sowohl gegen den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden als auch gegen den Betriebsratsvorsitzenden selbst. Beide hatten sich umgehend gegen die Abmahnungen gewehrt und das Arbeitsgericht angerufen. Mit Erfolg, wie der Prozess zeigte. Das Gericht war der Auffassung, dass sich die Betriebsräte von Johnson Controls damals korrekt verhalten hätten. Die Mitglieder könnten nicht gezwungen werden, von morgens bis abends in ihrem Büro zu sitzen.