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Jugendliche lernen Streetdance

Martin Luther King-Haus

Tanzen wie die Profis, das ist der Traum vieler Teenager. Das tolle ist, man kann es lernen – gleich im Gemeindehaus nebenan. Genauer: Im Martin Luther King-Haus in Lütgendortmund.

LÜTGENDORTMUD

von Von Holger Bergmann

, 29.08.2010
Jugendliche lernen Streetdance

Geübt wird vor einem großen Spiegel.

Momentan zum Beispiel trainieren 15 Jugendliche (darunter zwei Jungs) im Keller des Martin-Luther-King-Hauses eine spektakuläre Choreografie ein. Und sie tun das in der Gewissheit, dass sie am Ende richtig gut sein werden. Das garantieren ihre Lehrer, die sind bereits Profis.

Merle Schütte, Jugendmitarbeiterin der Christus-Gemeinde, ist es mit Fördergeldern gelungen, Tänzer der bereits bundesweit ausgezeichneten Gruppe „Stylematic“ zu verpflichten. „Die haben echt was drauf die Jungs“, lobt Merle Schütte die Straßentänzer. Einer der Trainer ist Mark Bleier (25). Er hat mit 14 angefangen zu tanzen, damals Breakdance. Sechs Wochen lang studiert er mit den Jugendlichen immer neue „Moves“ ein, bis eine komplette Choreografie steht. „Wir trainieren jede Woche anderthalb Stunden. Die Show ist nach zwei Minuten vorbei“, sagt er schmunzelnd. „Streetdance ist eine schnelle Angelegenheit.“ Für Tänzer wie Mark Bleier ist Tanzen ein Wettkampfsport, so kommt es, dass die Lütgendortmunder Teenager eine Choreografie aus regelgerechten Figuren erlernen.

Mark Bleier bedient sich bei der Wahl der Bewegungsabläufe aus einem großen Repertoire, das sich aus verschiedenen Stil-Richtungen zusammensetzt: Breakdance, New Style, Oldschool und Crumping. Zum professionellen Gesamtrahmen gehören kleine Details wie: „So, Leute, einmal zum Aufwärmen um den Block, los, los.“ Ohne Aufwärmen kein Tanzen. Wann die Gemeindeglieder in den Genuss der Aufführung der Show kommen, ist laut Merle Schütte noch nicht klar: „Im Oktober wird es eine Abschlussveranstaltung geben.“ Bis dahin können die Jugendliche mit Inbrunst sagen: „Ich kann was.“ Und das ist auch Sinn der gleichnamigen Initiative der Telekom, die dieses Projekt als förderwürdig erachtet hat. Vielleicht schafft Merle Schütte beim nächsten das Gleiche noch mal: „Dann geht es um Kreativität. Fotografieren, Mode, Design“, das ist der Plan. Dieses Projekt wird es im nächsten Jahr geben.

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