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Urteil in Münster, Tat in Herne

Jugendliche werfen Gegenstände von Autobahnbrücken

HERNE Zwei Männer wurden am Montag verurteilt, weil sie Holzstämme von Autobahnbrücken auf die A1 warfen. Doch die beiden 25-Jährigen sind in der Region kein Einzelfall: Auch in Herne hat ein 14-Jähriger ein 12 Zentimeter breites Wurfgeschoss auf ein fahrendes Auto geschleudert.

Jugendliche werfen Gegenstände von Autobahnbrücken

Ein 14-Jähriger hat einen 12 Zentimeter breiten Stein auf ein Lkw-Führerhaus geworfen.

Ein Lkw-Fahrer ist auf der A42 in Richtung Duisburg unterwegs, es ist kurz vor 21 Uhr. Schon von Weitem sieht der Gelsenkirchener einen Jugendlichen auf einer Autobahnbrücke stehen. Nichtsahnend fährt er weiter. Bis plötzlich die Scheibe seines Lastwagens zersplittert. Was wie ein Horror-Szenario klingt, ist am vergangenen Mittwoch in Wanne-Eickel passiert. 

Ein 14-Jähriger hat einen Stein auf das Führerhaus des Fahrers geschleudert. 12 Zentimeter misst der Brocken, der den Lkw in voller Fahrt erwischt. Er trifft den unteren Bereich der Frontscheibe.

14-Jähriger gesteht

Der 45-jährige Trucker hat Glück - er wird bei dem Steinwurf nicht verletzt. Und schafft es, seinen Tanklastzug sicher auf den Standstreifen zu fahren, um weitere Unfälle zu verhindern. Der Gelsenkirchener alarmiert umgehend die Polizei und gibt eine detaillierte Täterbeschreibung ab.

Schon zwanzig Minuten später treffen die Beamten auf einen Jungen. Der Schüler wird befragt, anfangs leugnet er die Tat. Dann gibt der 14-Jährige doch kleinlaut zu, den Stein geworfen zu haben.

Verurteilung von zwei 25-Jährigen

Die Ermittlungen in Sachen "Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr" gegen ihn dauern zurzeit noch an. In Münster hingegen wurden zwei 25-Jährige nun wegen ähnlicher Taten verurteilt.

Aus Langeweile und mangelndem Selbstwertgefühl hatten sie Holzstämme und andere schwere Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen. Und bekamen wegen versuchten Mordes Strafen von sieben und siebeneinhalb Jahren Haft.

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