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Jugendorchester auf Reisen

WITTEN Herzegowina und Kroatien waren das Ziel einer zweiwöchigen Reise des Landesjugendorchesters. Mit dabei: die jungen Wittener Jakob Jann und Nora Schreckenschläger. Das Publikum war anders, als sie es aus Deutschland gewöhnt waren.

10.10.2007

„Wir sind zu einer richtigen großen Familie geworden“, erzählt die vierzehnjährige Wittenerin Nora Schreckenschläger nach ihrer Tournee mit dem Landesjugendorchester durch Bosnien Herzegowina und Kroatien.

Die 82 Jugendlichen tourten die gesamten Herbstferien mit zwei Bussen durch große und kleine Städte und gaben insgesamt sieben Konzerte. „Es war anstrengend, wir sind insgesamt 110 Stunden Bus gefahren. Aber trotzdem war es sehr schön“, berichtet der Cello-Spieler, Jakob Jann.

Wichtigstes Werk: Vaughan-Williams

Das größte und wichtigste Werk, welches das Orchester neben Stücken von Redel oder Belioz spielte, war die 6. Symphonie von Vaughan-Williams. Besonders war auch das Solo Saxophon-Orchester von Debussy. Trotz des fremden Publikums hatten die Jugendlichen keine Hemmungen. „In einem großen Orchester ist das für einen Streicher nicht schlimm, wenn er sich verspielt - das hört keiner“, schmunzelt Nora, die Geige spielt.

In Bosnien hatte das Orchester anders als in Kroatien nur ein kleines Publikum, aber auch das konnte das Jugendorchester ohne Ausnahmen begeistern. „Oft waren die Zuhörer viel jünger und unruhiger als wir es aus Deutschland gewöhnt sind, aber beim Applaus sind die schon ordentlich abgegangen“, erzählt der siebzehnjährige Jakob.

In Sarajevo und Zagreb wurden sogar Fernseh- und Radiomitschnitte von dem Konzert gemacht. „Wenn man selbst nicht mitspielt, hören die Stücke sich ganz anders an“, sagt Nora.

Zuvor täglich acht Stunden Probe

Die Vorbereitungen für die Tournee dauerten rund zwei Wochen, in denen täglich acht Stunden geprobt wurde. Doch das Ergebnis war den Jugendlichen die Arbeit wert. „Wir haben nicht nur beim Musik machen riesen Spaß, sondern die Reise an sich war einfach toll“, betont Nora. In jeder Stadt hatte die Gruppe die Möglichkeit, Eindrücke von der Kultur und den Sehenswürdigkeiten zu sammeln. Dabei waren sie vor allem von der Stadt Mosta beeindruckt.

„Zu Hause freut man sich dann wieder auf deutsches Essen und deutsches Wetter“, sagt Nora, aber die nächste Tour für den Sommer stehe schon in Planung: Es geht nach Portugal.