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Absturz von Flug MH17

Junge Frau aus Rheine unter den 298 Opfern

Donezk Am Absturzort der malaysischen Passagiermaschine MH17 im Osten der Ukraine sind den Rettungskräften zufolge bisher 196 der 298 Opfer geborgen worden. Die Sucharbeiten würden von bewaffneten prorussischen Separatisten überwacht und erheblich behindert, sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums in Kiew. Laut eines Medienberichts befand sich unter den Opfern auch eine junge Frau aus Rheine.

Junge Frau aus Rheine unter den 298 Opfern

Die ersten Leichen werden von Einsatzkräften geborgen.

Demnach sollen die 23-jährige Olga I. sowie ihr Freund an Bord der Boing 777 gesessen haben. Welches Ziel beide hatten, ist nicht klar. Einige Medien berichten von einem privaten Urlaubstripp nach Bali, andere von einem Besuch bei der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne/Australien. Dort ist am Sonntag mit einer Schweigeminute der Opfer des abgestürzten MH17-Fluges gedacht worden. An Bord des Flugzeugs waren sechs Delegierte der Konferenz.  An den Arbeiten beteiligen sich etwa 380 Mitarbeiter des ukrainischen Bergungsdienstes. Darunter sind auch Taucher, die einen nahen See absuchen. Der Bereich der Bergungsarbeiten sei von 25 auf 34 Quadratkilometer ausgeweitet worden, hieß es. Zusammenarbeit nicht behindern Die Separatisten stehen im Verdacht, das Flugzeug der Malaysia Airlines am Donnerstag in etwa 10 000 Metern Höhe mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben. Der ukrainische Vize-Regierungschef Wladimir Groisman sprach von bis zu 900 Aufständischen rund um die Absturzstelle nahe der Ortschaft Grabowo. Die militanten Gruppen hätten mehrfach versichert, die Arbeiten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht zu behindern. 

Bilder vom Flugzeug-Absturz in der Ukraine

"Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien", Ein Hinweisschild der Malaysian Airlines auf dem Flughafen in Kuala Lumpur, wo die Maschine eigentlich landen sollte.
Nicht mehr viel übrig: Persönliche Gegenstände der Fluggäste sind über den Absturzort verteilt.
Die Boeing 777 wurde 60 Kilometer östlich von der Ukrainisch-Russischen Grenze abgeschossen.
Überreste der abgestürztenBoeing 777
Keiner der Insassen überlebte.
Trauernde legen Blumenkränze vor der niederländischen Botschaft in Kiew nieder, unter den Opfern waren besonders viele Holländer.
Kritik an Putin: Eine Frau hält ein Plakat mit der Aufschrift "Putin Mörder" bei einer Trauerfeier für die Opfer hoch.
Angehörige der Opfer stehen unter Schock.
Widi Yuliono zeigt Fotos seiner Angehörigen, die an Bord des Unglücksflugzeugs waren.
Sie arbeitet bei der Malaysian Airlines: Mohd Ghafar Bin Abu Bakar, 54, steht unter Schock.
Ungläubiger Blick auf das Telefon: Familienmitglieder in Kuala Lumpur hoffen noch.
Blumen und Spielzeuge vor der niederländischen Botschaft in Kiew.
Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt: Menschen in Indien zünden Kerzen für die Opfer der Malaysia Airline an.
Eine Kerzenandacht für die verstorbenen Fluggäste
Großes Mitgefühl: Menschen legen Blumen in Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes nieder.

Mit den Separatisten sei vereinbart worden, die sterblichen Überreste zunächst in speziellen Eisenbahnwagen zu lagern, sagte Groisman. Die Identifizierung erfolge möglicherweise in der etwa 300 Kilometer entfernten Großstadt Charkow. Dort sei eine Untersuchungskommission eingerichtet worden. In Charkow seien zudem Hunderte Hotelzimmer für Angehörige und Hinterbliebene der Opfer reserviert. Untersuchung des Wracks Die Aufständischen wollen die Sicherheit internationaler Ermittler am Absturzort nur garantieren, wenn die Führung in Kiew einer Waffenruhe zustimmt. Die Regierung werde aufgefordert, umgehend ein Abkommen zu schließen, sagte Separatistenanführer Andrej Purgin. Die Feuerpause müsse mindestens für die Dauer der Untersuchung des Wracks gelten.  Die britische Regierung fordert nach Absturz eines Passagierjets in der Ostukraine einen härteren Kurs westlicher Staaten gegen Russland. „Wenn Präsident Putin seine Haltung zur Ukraine nicht ändert, dann müssen Europa und der Westen ihre Haltung zu Russland grundsätzlich ändern“, schrieb Premierminister David Cameron in der „Sunday Times“. Bei der Aufklärung helfen Es deute immer mehr darauf hin, dass die Boeing mit fast 300 Menschen an Bord aus einem Gebiet abgeschossen worden sei, das prorussischer Separatisten kontrollieren. „Wenn das der Fall ist, dann müssen wir klar sagen, was es heißt: Es ist eine direkte Folge davon, dass Russland einen souveränen Staat destabilisiert, seine territoriale Integrität verletzt, brutale Milizen unterstützt, trainiert und bewaffnet“, schrieb Cameron. Moskau müsse bei der Aufklärung helfen und umgehend aufhören, die Separatisten zu stärken.  Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron haben derweil Russland mit einer Verschärfung der EU-Sanktionen gedroht. Der russische Präsident Wladimir Putin müsse umgehend Druck auf die prorussischen Separatisten in der Ostukraine ausüben, um den Ermittlern einen ungehinderten Zugang zur Absturzstelle von Flug MH17 zu gewährleisten, betonten der Élyséepalast und die britische Regierung nach Telefonaten am Sonntag. Konsequenzen angekündigt Sollte Russland nicht „unverzüglich die nötigen Maßnahmen ergreifen“, werde dies beim EU-Außenministerrat am Dienstag Konsequenzen haben, hieß es in Paris weiter. Mit dpa

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