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Wieder mehrere Vorfälle

Junge Grusel-Clowns stellen sich der Polizei

NRW Zwei junge Clowns aus Wuppertal hatten wohl ein schlechtes Gewissen. Ein Elfjähriger und ein 14-Jähriger haben sich bei der Polizei gemeldet und zugegeben, in der Innenstadt Passanten erschreckt zu haben. Auch in Münster werden junge Clowns von der Polizei gestellt und aufgeklärt. In Duisburg, Köln und Aachen verliefen die Clown-Vorfälle nicht so glimpflich.

Junge Grusel-Clowns stellen sich der Polizei

Ein als sogenannter Horror-Clown verkleideter Mann.

Aus ganz Deutschland kommen fast im Minutentakt neue Meldungen über Menschen mit Clownsmasken, die andere erschrecken. Dass sich die Clowns danach der Polizei stellen, ist allerdings eine Seltenheit. So geschehen in Wuppertal.

Die Polizei wurde am Donnerstag aufgrund von zwei Verdächtigen mit Clown-Maske in der Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld gerufen. Vor Ort haben die Beamten aber keine Clowns mehr angetroffen. "Meistens verschwinden die Verdächtigen direkt wieder zwischen Passanten. Sie müssen ja nur die Maske abnehmen", sagt ein Sprecher der Polizei Wuppertal zu den Clown-Einsätzen.

Die beiden Jungen waren nicht bewaffnet

Allerdings war es in diesem Fall gar nicht notwendig, die beiden Clowns auf frischer Tat zu erwischen. Denn am Freitag haben sich ein Elfjähriger und ein 14-Jähriger in der Polizeiwache Elberfeld gemeldet und zugegeben, dass sie am Vortag mit Clownsmasken in der Innenstadt Passanten erschreckt hätten.

Gegen den 14-Jährigen wurde ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet und die Polizei hat die Eltern beider Jungen informiert. Zu dem Strafmaß wollte die Polizei noch nichts sagen. Positiv wird sich aber sicherlich auswirken, dass die Jungen nicht bewaffnet waren.

Weiterer Fall von unbewaffneten Grusel-Clowns in Remscheid

In der Nacht zu Samstag haben in Remscheid ebenfalls unbewaffnete Clowns Menschen erschreckt, so der Polizeisprecher. Der Vorfall verlief wie viele Clowns-Einsätze: "Wir sind hingefahren, haben aber keine Clowns mehr angetroffen." Solange sich nicht auch diese Clowns freiwillig bei der Polizei melden, werden sie nur schwer zu fassen sein.

Jugendliche Clowns mit Baseballschläger in Münster gestellt

In Münster wurden vier Jugendliche mit gruseligen Clownsmasken und einem Baseballschläger von der Polizei darüber aufgeklärt, dass sie im Begriff gewesen seien, eine Straftat zu verüben. Die vier Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren hatten nach eigenen Angaben geplant, Menschen mit dieser Verkleidung erschrecken zu wollen.

"Ob es sich um eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit handelt, wird unter anderem daran festgemacht, ob es Geschädigte gibt", erklärt ein Sprecher der Polizei. Der Straftatbestand der Bedrohung könne demnach bereits vorliegen, wenn Passanten erschreckt würden. Kommt jemand zu Schaden wie bei den folgenden Vorfällen, ist die Sache eindeutig.

Verletzte bei mehreren Clown-Attacken in Duisburg, Köln und Aachen

In Duisburg schlug am Samstagabend ein Grusel-Clown vermutlich mit einem Baseballschläger aus Metall auf einen 30-jährigen Mann ein. Er hatte ihn zur Rede stellen wollen, nachdem er Kinder erschreckt hatte. Das Opfer sei durch die Schläge auf Arm und Rippen leicht verletzt worden, berichtete die Polizei. Der Maskierte sei geflüchtet.

In Köln wurde ein 27-jähriger Mann in der Nacht zum Freitag leicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. „Die trugen Clownmasken und kamen direkt auf mich zugelaufen“, sagte das Opfer aus. Einer der Maskierten habe ein Messer in der Hand gehabt. Es habe eine Rangelei gegeben und dann sei er in ein Gebüsch geschubst worden. Der Leverkusener erlitt eine leichte Schnittwunde am Arm. Seiner Auffassung nach wurde er nicht absichtlich verletzt.

In Aachen erschreckte sich ein 21-jähriger Radfahrer am Samstag so sehr, dass er stürzte und verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein Grusel-Clown war drohend aus einem Gebüsch gesprungen. Auch in anderen Städten traten Maskierte auf.

Mit Material von dpa

 

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