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Todesfall im Revierpark

Junge trieb leblos im Wasser - Obduktion abgeschlossen

DORTMUND Nach dem Tod eines zehn Jahre alten Jungen im Schwimmbad des Revierparks Wischlingen liegt jetzt das Obduktionsergebnis vor: Gestorben ist das Kind an Herz-Kreislauf-Versagen, ein Tod durch Ertrinken wird ausgeschlossen. Der Zehnjährige hatte am Freitag leblos im Wasser gelegen.

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Auch ein Notarzt konnte dem Jungen nicht mehr helfen.

Das Schwimmbad des Revierparks Wischlingen: Hier ist nahe des Hallenbades ein Junge gestorben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein zehnjähriger Junge ist gestorben, nachdem er leblos aus einem Becken im Schwimmbad des Revierparks Wischlingen gezogen worden war.
  • Mitarbeiter des Schwimmbads leisteten erste Hilfe, später kamen Sanitäter und ein spezieller Kindernotarzt hinzu.
  • Die Polizei ermittelt, wie immer in einem Todesfall. Erste Hinweise haben ergeben, dass der Junge schon vorher gesundheitliche Schwierigkeiten gehabt haben soll.
  • Die Obduktion am Dienstag hat ergeben, dass der Junge an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben ist. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

Aktualisierung Dienstag, 13.14 Uhr:

Am Dienstagmorgen ist die Leiche des zehnjährigen Jungen obduziert worden. Jetzt liegt das Ergebnis vor: Dass das Kind ertrunken sei, könne nun ausgeschlossen werden, sagt Polizeisprecherin Nina Vogt. Die Todesursache war ein Herz-Kreislauf-Versagen - offenbar aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung. "Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus", so Vogt. Weil keine Straftat vorliegt, werden die Ermittlungen nun eingestellt.

Aktualisierung 13.46 Uhr:

Nach neuen Informationen der Polizei ist der Junge, der im Schwimmbad ums Leben kam, zehn Jahre alt, nicht wie ursprünglich berichtet fünf bis sechs Jahre alt. Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Der Junge soll schon früher gesundheitliche Probleme gehabt haben.

Aktualisierung 12.05 Uhr:

Bernd Kruse, Geschäftsführer des Revierparks Wischlingen, hat sich zum Tod des Jungen geäußert: "Wir empfinden große Trauer." Der Junge sei leblos in einem beheizten Becken, das vom Hallenbad nach draußen führt, aufgefunden worden, berichtet er. Zunächst hätten die Mitarbeiter gedacht, er würde dort tauchen, sie hätten ihn aber unmittelbar aus dem Wasser gezogen. Der Junge sei sofort von den Mitarbeitern reanimiert worden, gleichzeitig sei der Rettungsdienst gerufen worden. Sanitäter des Parks leisten weiter erste Hilfe, dann sei der Notarzt gekommen.

Der Junge sei per Rettungswagen unter Blaulicht aus dem Schwimmbad gebracht worden. "Da hatten wir noch die Hoffnung, der Junge würde überleben", so Kruse. Kruse spricht auch von einer möglichen Vorerkrankung des Jungen. "In dem Becken konnte man stehen", sagt er.

An dem Tag waren etwa 3500 Besucher im Schwimmbad des Revierparks Wischlingen. Im Einsatz waren die festangestellten "Fachangestellten im Bäderwesen" die in erster Hilfe besonders geschult seien. Gleichzeitig waren Aushilfen vor Ort. "Die verfügen als Rettungsschwimmer über dieselbe Ausbildung", so Kruse. Regelmäßige Schulungen sollen gewährleisten, dass die Mitarbeiter des Schwimmbads in solchen Fällen korrekt reagierten. "Es passiert häufiger, dass unsere Mitarbeiter eingreifen müssen, aber an einen Todesfall kann ich mich während meiner Zeit beim Revierpark Wischlingen nicht erinnern", so Kruse. Umso trauriger sei der Tod des Jungen.

Aktualisierung 11.23 Uhr:

Ein Junge stirbt in einem Schwimmbad, die Informationen, die wir dazu bekommen konnten, sind bislang nur dünn. Wir haben sie zusammengetragen und sagen, welche Fragen noch offen sind:

  • Die Nachricht von einem Notfall-Einsatz im Schwimmbad des Revierparks Wischlingen erreichte die Redaktion bereits am Freitagabend. Ein Notarzt sei vor Ort, ein Junge werde behandelt, es handele sich dabei aber um einen internistischen Notfall. Soll heißen: Es liegen wohl gesundheitliche Gründe vor, die den Einsatz des Rettungsdiensts notwendig machten.
  • Nachdem der Rettungsdienst gegen 18 Uhr alarmiert worden war, kümmerte sich zunächst ein Sanitätsdienst des benachbarten Reggae-Festivals „Ruhr-Reggae-Summer“ um den Jungen und leistete erste Hilfe. Ein spezieller Kindernotarzt und ein Rettungswagen waren vor Ort und die Helfer kümmerten sich um das Kind.
  • Unklar ist, ob der Junge noch im Schwimmbad starb. Die Polizei berichtet dies. Der Rettungsdienst gibt an, das Kind sei noch mit Blaulicht aus dem Schwimmbad gebracht worden. Medien berichten, das Kind sei aus dem Wasser gezogen worden. Er soll leblos in einem Becken getrieben haben, das Hallenbad und Außenbereich verbindet. Fest steht: Die Polizei schließt gesundheitliche Gründe nicht aus. Erste Erkenntnisse wiesen darauf hin, so Polizeisprecher Kim Ben Freigang. „Wir ermitteln aber in alle Richtungen.“
  • Das Alter des Jungen ist ebenfalls nicht klar. Es soll sich laut Polizei um ein Schulkind handeln, fünf oder sechs Jahre alt.

Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. Eventuell soll der Leichnam des Kindes obduziert werden.

Erstmeldung, 10.15 Uhr:

Der Rettungsdienst wurde gegen 18 Uhr am Freitagabend alarmiert: Ein Junge sei leblos im Hallenbadbereich aufgefunden worden. Ein Sanitätsdienst, der beim benachbarten Reggae-Festival im Einsatz war, wurde daraufhin in das Schwimmbad geschickt und leistete erste Hilfe. Im Einsatz war auch ein spezieller Kindernotarzt.

Der Junge wurde mit Blaulicht in ein Krankenhaus gebracht, soll aber laut Polizei noch im Schwimmbad gestorben sein. "Wir ermitteln in alle Richtungen, schließen aber nach ersten Erkenntnissen einen gesundheitlichen Hintergrund nicht aus", so Polizeisprecher Kim Ben Freigang. Der Fall liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft, eventuell soll der Junge noch obduziert werden.

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