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Jupitersäule im Brunnen versenkt

Titz (dpa) Germanen oder Christen haben den höchsten Gott der Römer im Brunnen versenkt. Dieses frevelhafte Gebaren wurde den Archäologen rund 1800 Jahre später zum Glücksfall: Sie fanden bei Grabungen im Braunkohletagebau Inden (NRW) die römische «Jupitergigantensäule» fast vollständig erhalten.

Jupitersäule im Brunnen versenkt

Zeichnerin Evelyn Rogge mit einem Profilkamm, mit dem die Konturen zum Nachzeichnen erfasst werden.

Gemessen an ihrem Zustand sei die Säule bundesweit herausragend, sagte Udo Geilenbrügge vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege in Titz. Die Säule aus Sandstein ist 2,80 Meter hoch und hat einen Durchmesser von rund 30 Zentimetern. Im Mittelteil ist Juno, die Gemahlin Jupiters, zu sehen - mit Fackel und Zepter. Auf der Säule reitet Jupiter über ein am Boden liegendes Ungeheuer, halb Mensch halb Schlange. Der Triumph des Gottes über das Chaos. Jupitersäulen gehörten zur Standardausstattung römischer Villen.

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