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Juves Vidal vor erstem Königsklassen-Finale

Turin (dpa) Nach zehn Profi-Jahren steht der Chilene Arturo Vidal erstmals im Champions-League-Finale. Gegen den FC Barcelona will der frühere Leverkusener den Titel holen. Ein ganzes Land drückt ihm die Daumen.

Juves Vidal vor erstem Königsklassen-Finale

Arturo Vidal will auch in Berlin jubeln.

Schon beim Gedanken an das «wichtigste Spiel» seines Lebens ist Arturo Vidal die Vorfreude anzusehen. «Im Finale der Champions League zu stehen, ist für alle Fußballer das Maximum», schwärmte Juventus Turins Mittelfeldspieler.

Nach zehn Profi-Jahren, davon vier in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen, hat der Mittelfeldspieler eines seiner großen Ziele erreicht - und will nun auch den Titel gewinnen. «Barcelona ist Favorit, aber sie sind nicht unbesiegbar», prophezeite er.

Der 28-Jährige scheint rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt wieder in Top-Form zu sein. Im vergangenen Sommer lief er trotz Knie-Problemen für sein Land bei der WM in Brasilien auf, kehrte angeschlagen nach Turin zurück und kämpfte anschließend über große Strecken der Saison mit mangelnder Fitness und kleineren Blessuren. Zwar stand er in fast allen Partien der Serie A und der Champions League auf dem Platz, erzielte jedoch nur acht Pflichtspieltore - im Vergleich zu 15 und 18 in den beiden Jahren zuvor. Doch Trainer Massimiliano Allegri lobte zuletzt: «Vidal läuft nicht länger den Gegnern hinterher, er enteilt ihnen.»

Doch trotz aller Verletzungen und Formschwächen ist Vidals Wert für den italienischen Rekordmeister als Balleroberer und Kämpfer im defensiven Mittelfeld enorm. «Wenn ich in den Krieg ziehen müsste, würde ich ihn immer mitnehmen», sagte Kapitän Gianluigi Buffon über den «Guerrero» (Krieger) genannten Profi, der 2011 trotz mündlicher Zusage an den FC Bayern von Leverkusen nach Turin gewechselt war.

Vidal hatte bereits vor der Saison prophezeit: «Das ist mein Jahr. Ich will die Champions League gewinnen.» Dass er es einige Monate später tatsächlich nach Berlin geschafft hat, macht «King Arturo» auch für den Showdown gegen Barcelona optimistisch. «Bislang waren immer die anderen Favoriten und wir haben das Gegenteil bewiesen. Wir hoffen, dass auch am Samstag der Favorit verliert», erklärte er.

Das erste Königsklassen-Finale seiner Karriere ist für den Chilenen etwas sehr Besonderes. «Es sind viele Emotionen, die man vor so einem Spiel durchlebt», gab er zu. «Es ist ein Traum hier zu sein, vor dem wichtigsten Spiel meines Lebens.» Die Chance auf den Titel begeistert auch sein Heimatland. Millionen Chilenen werden das Finale vermutlich im TV verfolgen und die Daumen drücken. «Der Erfolg gegen Barcelona wird zur nationalen Angelegenheit», kommentierte «Tuttosport».

Wo und wie es danach für Vidal weitergeht, ist laut italienischen Medien offen. Immer wieder äußern europäische Top-Clubs ihr Interesse an dem lauf- und kampfstarken Mittelfeldspieler - zuletzt wurde Vidal mit dem FC Arsenal und Real Madrid in Verbindung gebracht. Der Profi selbst hat sich noch nicht zu einer Zukunft geäußert - und ohnehin erstmal viel wichtigere Ziele im Visier. Nach dem Gewinn der Meisterschaft und dem Erfolg im italienischen Pokal gegen Lazio Rom versprach er: «Jetzt wollen wir uns in Berlin das Triple holen.»

Champions-League-Endspiel

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