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Kabarettist gibt dem Unsinn das Kommando

René Steinberg in Bövinghausen

Intelligent, bissig und bewegungsfreudig: So präsentierte sich der Kabarettist René Steinberg im evangelischen Gemeindehaus Bövinghausen. „Gebt dem Unsinn das Kommando“ heißt sein aktuelles Programm. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

BÖVINGHAUSEN

, 30.10.2016
Kabarettist gibt dem Unsinn das Kommando

Rene Steinberg begeisterte sein Publikum in Bövinghausen.

Im ausverkauften Saal sprach er Gäste direkt an, witzelte über anwesende Lehrer und fragte nach zehn Minuten lachend: „Soll ich überhaupt noch mit dem Programm anfangen?“ Doch das tat er dann. In Peter-Alexander-Entertainer-Manier betrat er singend die Eckbühne und stieg mit den ersten Ruhrpott-Gags ein. Diese streute er im Laufe des Abends, genau wie die spontane Ansprache des Publikums, immer wieder ein und griff gerne auch aktuelle Themen wie Horror-Clowns auf, die in den USA Präsident werden wollen.

Tänzerische Einlagen

Neben tänzerischen Einlagen auf der Bühne und permanentem Bewegungsdrang verstand es Steinberg bestens, mit seiner sympathisch-witzigen Art zwischen spontaner Stand-up-Comedy und Kabarett zu springen. Intelligenter, scharfer, teils bissiger Humor wechselte mit Werbeparodien oder seinen bekannten Stimm-Imitationen. Hier mal den Tatort mit Till Schweiger, Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg als Friedhof der Nuscheltiere neu eingesprochen, dort mal Politiker wie Pofalla karikiert oder später der Werbespot mit Reiner Calmund. Es gab nur wenig Gags, die nicht ankamen, und während er Horst Schimanski als großen Bruder von Rocky abstempelte, das florierende Veganer-Milieu aufs Korn nahm oder der Generation vor 1985 analogen Migrationshintergrund bestätigte, blieb der Spannungsbogen erhalten.

„Quatsch im Kopf ist das Beste“

„Quatsch im Kopf ist das Beste“ hielt René Steinberg zwischendurch fest und schaffte es mit bunten Bildern im Kopf und quirliger Bühnenpräsenz, bis zum Ende dem Unsinn das Kommando zu geben und das Bövinghauser Publikum zu begeistern.

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