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Kabinett will G9-Gesetz verabschieden

Düsseldorf. Die Tage des ungeliebten „Turbo-Abiturs“ sind jetzt in NRW gezählt. Die Landesregierung muss Tempo machen, damit die Gymnasien die Umstellung rechtzeitig einleiten können.

Die NRW-Landesregierung entscheidet am Dienstag über den Gesetzentwurf zur Abkehr vom sogenannten Turbo-Abitur. Ab dem Schuljahr 2019/20 soll das Abitur nach neun statt nur acht Jahren Gymnasium wieder der Regelfall in Nordrhein-Westfalen werden. Nach der Kabinettsentscheidung (15 Uhr) wird Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) das sogenannte G9-Gesetz in der Düsseldorfer Staatskanzlei vorstellen. Es soll noch vor den Sommerferien im Landtag verabschiedet werden.

Die Wende soll im übernächsten Schuljahr mit den Klassen 5 und 6 eingeleitet werden. Bis zur vollständigen Umstellung rechnet die Landesregierung mit etwa 2200 zusätzlichen Lehrerstellen. Außerdem brauchen die Schulen wesentlich mehr Räume. Land und Kommunen wollen sich auf einen Kostenausgleich einigen. Dazu wurde bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Die Gymnasien können sich auch dafür entscheiden, bei G8 zu bleiben. Diese Entscheidung muss die Schulkonferenz bis spätestens Ende Januar 2019 mit Zweidrittel-Mehrheit treffen. Schüler an G9-Gymnasien nehmen künftig am Ende der 10. Klasse an zentralen Abschlussprüfungen teil und können damit die Mittlere Reife erwerben.

Offen sind noch mehrere schulfachliche Detailfragen. So sprechen sich etwa die meisten Fachverbände dafür aus, mit der zweiten Fremdsprache an allen Schulformen erst wieder in Klasse 7 statt schon in Klasse 6 zu beginnen.

Die Schulzeitverkürzung mit „Turbo-Abitur“ nach nur acht Jahren Gymnasium war in NRW zum Schuljahr 2005/06 von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung eingeführt worden. Zuvor hatten sich aber alle Landtagsparteien generell für eine Verkürzung der Schulzeit ausgesprochen - allerdings mit unterschiedlichen Vorstellungen, in welcher Stufe gekappt werden sollte.

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