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Kalou trifft: Hertha schockt Augsburg in der Nachspielzeit

Augsburg. Augsburg dominiert gegen Hertha das Spiel, macht aber zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Zwar gehen die Gastgeber in Führung, werden am Ende aber für ihre schwache Chancenverwertung bestraft. Der FCA verpasst eine Top-Platzierung.

Kalou trifft: Hertha schockt Augsburg in der Nachspielzeit

Der Augsburger Torschütze Caiuby (r) schirmt den Ball gegen Mitchell Weiser ab. Foto: Stefan Puchner

Nach dem verpassten Sprung auf einen Champions-League-Rang standen die Augsburger Spieler lange verdutzt auf dem Rasen und trotteten dann enttäuscht vom Platz. Mit einem Last-Minute-Tor von Salomon Kalou hat Hertha BSC den FC Augsburg geschockt.

Der eingewechselte Angreifer bescherte den Berlinern am Sonntagabend in der Fußball-Bundesliga mit seinem Tor zum 1:1 (0:0) in der Nachspielzeit einen schmeichelhaften Punkt. Zuvor schien der FCA seinen Höhenflug mit einem hart erarbeiteten Heimsieg und dem erstaunlichen Sprung auf den vierten Platz fortsetzen zu können. Die drückend überlegenen Gastgeber waren vor 26 641 Zuschauern durch den Brasilianer Caiuby in der 74. Spielminute nach einem Eckball in Führung gegangen. Mit 23 Punkten belegt der FCA nun Platz sieben. Die Berliner müssen mit 18 Zählern den Blick in der Tabelle weiter nach unten richten.

„Wir haben Glück gehabt mit dem Punkt“, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai bei Sky. „Der Gegner war besser. Wir waren körperlich und mental nicht fit.“ Sein Augsburger Kollege ärgerte sich: „Es fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte FCA-Coach Manuel Baum.

Auf dem vom Schnee befreiten Rasen dominierte der FCA praktisch 90 Minuten lang das Geschehen. Die Mannschaft von Baum verfolgte konzentriert ihren Plan, immer wieder über die Flügel Angriffe aufzubauen. Ergebnis war eine Vielzahl von Möglichkeiten - allein ein Tor ließ lange auf sich warten. Es war schließlich Caiuby, der den Ball nach einer Ecke von Philipp Max ins Tor drosch.

„Es ist schon sehr enttäuschend“, sagte Caiuby nach dem Spiel. „In der letzten Minute so ein Tor zu kassieren, ist brutal.“

Nach einem Fehler von Hertha-Verteidiger Sebastian Langkamp war der Torschütze in der 10. Minute bei seiner ersten guten Möglichkeit noch am Berliner Torwart Rune Jarstein gescheitert (10.). Ob danach Ja-Cheol Koo (11.), wiederum Caiuby (31.) oder Marcel Heller, dessen Schuss die Latte touchierte (33.), das 1:0 wollte nicht fallen.

Es war aber nicht nur Pech bei den Augsburger Abschlüssen im Spiel: Eine hervorragende Konterchance über den schnellen Heller vermasselte Abwehrspieler Jeffrey Gouweleeuw mit einem überhasteten Schuss (40.). Und die Hertha? Enttäuschte! Die von Dardai im Vergleich zum 1:1 gegen Östersund beim Abschied aus der Europa League fast komplett ausgetauschte Startelf trat offensiv bis auf eine Abschlussaktion von Langkamp (22.) praktisch nicht in Erscheinung.

Auch nach der Pause waren die Gäste abgesehen von einem Schuss des eingewechselten Ex-Augsburgers Alexander Esswein (60.) praktisch nur auf die Sicherung des 0:0 bedacht. Der FCA agierte zwar nicht mehr so durchdacht und mit mehr Ungenauigkeiten im Passspiel. Trotzdem waren es allein die Augsburger, die Impulse setzten und permanent ein Tor anstrebten.

Die Belohnung durch Caiuby, der kurz zuvor noch eine Kopfballchance nicht erfolgreich verwerten konnte, war auch eine Bestrafung der Gäste. Die Berliner traten einfach zu destruktiv auf. Michael Gregoritsch hätte in der 82. Minute das entscheidende 2:0 für die engagierten Augsburger erzielen müssen, aber der Österreicher schoss nach einer präzisen Flanke von Außenverteidiger Raphael Framberger aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Das rächte sich - Kalou glich aus.

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