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Kaltstart in Belgrad für Stöger-Nachfolger Ruthenbeck

Belgrad. Aus der U19 direkt in die Europa League und in den verzweifelten Kampf um den Klassenverbleib: Für Peter Stögers Interimsnachfolger Stefan Ruthenbeck beginnt bei Roter Stern Belgrad eine kurze Serie von Spielen von höchster Bedeutung.

Stefan Ruthenbeck ist zum sofortigen Gewinnen verdammt. „Das ist doch 'ne geile Geschichte“ - so sieht der Fußball-Lehrer den Auftakt zu einer Reihe von gefühlten Endspielen mit dem abgeschlagenen Bundesliga-Tabellenletzten 1. FC Köln. Der 45-Jährige hat von seinem beliebten Vorgänger Peter Stöger ein Interimskommando übernommen, das höchste Risiken birgt. Erste Reaktion: „Puh! Es ist mit Sicherheit eine schwierige Aufgabe.“

Schon die erste im Europa-League-Spiel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1) bei Roter Stern Belgrad ist ultimativ: Nur mit einem Erfolg beim Tabellenführer der Serbien-Liga erreicht der FC die K.o.-Runde. Hinter dem FC Arsenal mit zehn Zählern nehmen Köln und Belgrad in der Gruppe H mit jeweils sechs Punkten Rang zwei und drei ein. Das 0:1 im Hinspiel zwingt den FC im Direktvergleich zum Sieg.

Die am Sonntag vollzogene Beförderung von der Kölner U19 zum Profi-Chef fällt Ruthenbeck nach eigenem Bekunden nicht schwer: „Ich habe ja auch schon in der Zweiten Liga gearbeitet.“ Der Europacup indes wird für ihn komplettes Neuland auf einem ganz anderen Niveau - und zu „einer außergewöhnlichen Erfahrung, die insofern auch mit einer gewissen Euphorie verbunden ist“.

„In Belgrad können wir unheimlich viel gewinnen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle; wohl aber nur an Renommee und fürs Selbstvertrauen. Höchst akut wird es danach: Wegen der miserablen Bundesligabilanz von drei Punkten bei einer Tordifferenz von 6:27 ist die Zuversicht aufs Drinbleiben äußerst gering. „In der Liga zählt jeder Punkt, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten“, sagte Wehrle.

Theoretisch können es noch neun Zähler werden in den Heimspielen gegen Freiburg am Sonntag und gegen Wolfsburg am 16. Dezember sowie am 13. Dezember bei den Bayern. Das Pokal-Achtelfinale auf Schalke am 19. Dezember wird zu Ruthenbecks Schlussakt. Und in diesem begrenzten Zeitrahmen will der frühere Zweitligacoach des VfR Aalen und der SpVgg Greuther Fürth „alles raushauen“.

Was ihm zu tun bleibt, bis er abgelöst wird? Er muss leidenschaftlicher Mutmacher sein, er muss das einstige Stöger-Aufgebot trotz personeller Probleme mental stark reden, muss ihm eine Extraportion Aggressivität vermitteln: „Mein Team und ich kommunizieren viel, sowohl in Einzelgesprächen als auch mit der Gruppe.“ Das soll es möglich machen, seinem Nachfolger ein noch einigermaßen passables Gesamtpaket übergeben zu können.

Angst hat Ruthenbeck nicht, Respekt schon: „Natürlich ist diese Aufgabe mit einer Verantwortung verbunden. Wir wissen, dass wir punkten müssen. Unser Ziel ist es, bis zur Winterpause möglichst viel für den FC rauszuholen.“ Dabei seien die Europa League und die Liga gleichermaßen enorm wichtig. „Am besten gewinnen wir beide Spiele“, lautet seine Prämisse für Belgrad und Freiburg.

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