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Kambodscha: Kolonien bedrohter Affenarten entdeckt

Phnom Penh (dpa) Tierforscher sind im Dschungel von Kambodscha völlig unerwartet auf große Kolonien bedrohter Affenarten gestoßen. Die Kleideraffen und Schopfgibbons tummelten sich bislang unentdeckt in einem fast 800 Quadratkilometer großen Areal an der Grenze zu Vietnam.

Kambodscha: Kolonien bedrohter Affenarten entdeckt

Ein Kleideraffen-Weibchen mit ihrem Jungtier: Tierforscher sind in Kambodscha auf große Kolonien der bedrohten Affenart gestoßen. (Archivbild)

Dies teilte die amerikanische Wildlife Conservation Society (WCS) mit. Die größten bekannten Kolonien der vom Aussterben bedrohten Arten gab es bislang in Vietnam. Dort wurde ihre Zahl auf 600 Kleideraffen und 200 Schopfgibbons geschätzt. Die Organisation fand aber zusammen mit kambodschanischen Wildschützern 42 000 Kleideraffen und 2 500 Schopfgibbons, und geht davon aus, dass noch mehr Tiere in der Gegend leben. «Das sind die größten bekannten Populationen der Welt», teilte die WCS mit.

Die Affen wurden früher gejagt. Die Schwarzschenkel-Kleideraffen (Pygathrix nigripes) haben ihren Namen durch das bunte Fell. Sie sind schwarz-weiß, doch leuchtet ihr Gesicht orange. Sie werden etwa 10 bis 15 Kilogramm schwer. Die Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus gabriellae) sind kleiner, 7 bis 8 Kilogramm. Der Name stammt von dem ungewöhnlichen Haarschopf der schwarzen Männchen. Die Weibchen können auch gelbliches oder braunes Fell haben.

Kambodscha hatte die Region 2002 zum Schutzgebiet erklärt. Die Regierung stoppte die dort weit verbreitete Abholzung. Der Fortbestand der Kolonien sei aber noch nicht gesichert, warnte die Tierschutzorganisation. «Es besteht die Gefahr, dass in der Region Plantagen etwa für Biodiesel angelegt werden oder das dort nach Bodenschätzen gegraben wird», sagte Tom Clements von WCS.

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