Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kamera soll Luftverschmutzer aufspüren

Verkehrsbelastung

Die Konzentrationen an Stickstoffdioxid-Werten in der Ruhrstraße sind viel zu hoch. Das zwingt die Stadt zum Handeln. Die Bezirksregierung hat daher der Stadt die Pistole auf die Brust gesetzt.

WITTEN

von Von Lisa Timm

, 16.08.2010
Kamera soll Luftverschmutzer aufspüren

In der engen Häuserschlucht der Ruhrstraße herrscht dicke Luft.

Die gemessenen Stickstoffdioxid-Werte sind so hoch, als seien dort täglich 30 000 Fahrzeuge unterwegs, dabei sind es „nur“ 8500.  Bis zum Jahresende muss ein Maßnahmen-Katalog erstellt sein, wie man die „dicke Luft“ nachweislich verbessert. Sollte das nicht gelingen, soll die Ruhrstraße zur Fußgängerzone werden.

Gerald Klawe, im Ordnungsamt zuständig für Umweltangelegenheiten, legte Anfang August der Bezirksregierung einen 14-Punkte Katalog vor, wie man die Luftverbesserung erzielen will. „Dieser wurde weitestgehend akzeptiert, wir sind auf dem richtigen Wege“, so Klawe. Sollten Umwelt- und Verkehrsausschuss nach der Sommerpause dem Vorhaben „grünes Licht“ geben, können die einzelnen Verbesserungs-Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen Erleichterung des Einparkens durch Entfernen der Poller, Links-Abbiege-Verbote oder Verbot des Parkens in zweiter Reihe. Denn in der Straßenschlucht muss der Verkehr zügig rollen, um eine Reduzierung der hohen Stickstoffdioxid-Werte zu erzielen. Bevor konkrete Maßnahmen angegangen werden, will sich die Verwaltung die „Schadstoff-Sünder“ wissenschaftlich fundiert bestätigen lassen.

Daher soll ein Planungs-Büro beauftragt werden, das per Kamera-Überwachung Fakten sammelt über Art und Umfang der Rückstau-Verursacher. Um die 10 000 Euro wird das Gutachten die Stadt kosten. Aber auch nach Umsetzung der einzelnen Maßnahmen werden die Passiv-Sammler zum Stickstoffdioxyd-Messung in Höhe von „netto“ bleiben. „Damit werden wir nachweisen, ob wir auch nachhaltig Erfolg haben“, so Klawe.