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Kampf für Pressefreiheit

11.04.2018
Kampf für Pressefreiheit

Can Dündar wurde in der Türkei für einen Zeitungsartikel verurteilt.dpa © picture alliance / Ralf Hirschbe

Castrop-Rauxel. Can Dündar war letzte Woche zu Gast im Westfälischen Landestheater. Er ist Journalist und war Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“. Bis er einen Artikel veröffentlichte, der der türkischen Regierung nicht gefallen hat. Es ging um Waffen, die 2014 vom türkischen Geheimdienst an islamistische syrische Milizen geliefert worden sein sollen. Deswegen wurde Dündar in seiner Heimat festgenommen und wegen Geheimnisverrats vor Gericht gestellt. In Abwesenheit hat das Gericht ihn später zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

In einem demokratischen Land – wie die Türkei eigentlich eins ist – sollte so etwas nicht möglich sein. Die Pressefreiheit garantiert Journalisten, dass die Berichterstattung nicht vom Staat beeinflusst wird. Würde sie es doch, so nennt man das Zensur. Natürlich gibt es auch Regeln für Journalisten. Sie dürfen zum Beispiel nicht lügen und müssen sich immer vergewissern, dass ihre Informationen der Wahrheit entsprechen.

Das Landestheater möchte ein Projekt mit Can Dündar ins Leben rufen. Es soll die Türkei zeigen, wie sie wirklich ist. Entgegen der weitläufigen Meinung der Medien soll es dort viel Widerstand gegen die Regierung und für die Meinungsfreiheit geben.

Matthias Stachelhaus

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