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Kampf gegen den Abriss

Gemeinde Vierzehnheiligen

Rund 200 Mitglieder der Gemeinde Vierzehnheiligen trafen sich am Sonntag zum Gottesdienst und um eine Menschenkette um die Kirche zu bilden. Offiziell gilt die Kirche am Graffring bereits seit 2008 als geschlossen und die Gemeinde in die Großgemeinde St. Franziskus integriert. Jedenfalls wenn es nach dem Bistum Essen geht.

WEITMAR

von Von Verena Halten

, 29.08.2010
Kampf gegen den Abriss

<p>Karl-Heinz Borges schwelgt in den fotografischen Erinnerungen, die die Wand des Gemeindehauses zieren. </p>

Die Gemeinde sieht das anders.  "Das lassen wir uns einfach nicht gefallen", sagt Heinz-Adolf Rosenberg, "niemand hat unsere Meinung angehört und auch wenn wir sie ihnen lautstark verkünden, erhalten wir alles, nur keinen Respekt." Um Respekt, den Erhalt ihrer Kirche aber auch um vieles mehr geht es den Katholiken. "Es geht auch um unsere Erinnerungen. Das hier ist doch kein einfaches Bauwerk, das ist unsere Kirche. Hier haben wir geheiratet, unsere Kinder taufen lassen und schon so viele Male gemeinsam gefeiert und getrauert", sagt Margit Zech.Schnappschüsse aus alten Zeiten Und Erinnerungen stecken wahrhaftig viele in der stattlichen Kirche, die aus dem Stadtteil herausragt und schon von weitem die Blicke auf sich zieht. "Ich habe damals beim Aufbau geholfen", erinnert sich Karl-Heinz Borges und betrachtet in Gedanken versunken die Bildertafel, die die Wand des Gemeindehauses ziert. Auf ihr finden sich Schnappschüsse aus alten Zeiten - von den Bauarbeiten bis zum ersten Glockenläuten am 7. April 1957. "Diesen Ort einfach in Schutt und Asche zu legen, um ihn anderweitig zu nutzen, ist für uns einfach keine Lösung. Das werden wir nicht zulassen", sagt Borges. Großer Zusammenhalt Lösungen sind es, die die Gemeinde sucht. "Wir wollen doch nur unsere Kirche erhalten. Und mit ihr einen Ort, an dem wir für die Menschen in unserer Nähe da sein können", erläutert Gerd-Peter Buyken vom ehemaligen Kirchenvorstand: "Wenn es sein muss, übernehmen wir auch die Organisation selber." Dass das klappen könnte, beweist der enge Zusammenhalt und die Zusammenarbeit der Gemeinde. Denn diese geht ihren Aufgaben und Pflichten auch seit 2008 ohne die Unterstützung des Bistums nach.