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Kampf gegen illegale Altkleidersammler

Bürgerhinweise gefragt

Altkleidersammler verteilen jetzt wieder ihre Waschkörbe und Flyer. Sie hoffen, dass Bürger ihre abgelegte Kleidung für sie vor die Tür stellen. Doch solche Sammlungen sind nicht legal. Die Kreisverwaltung möchte den Sammlern das Handwerk legen.

WITTEN

von Beatrice Haddenhorst

, 18.05.2014

„Eine Menge Bürger ärgern sich einfach nur über immer neue Körbe vor der Tür. Die können uns anrufen, notfalls kommen wir sogar und sammeln die Körbe ein. Keine dieser Sammlungen ist von uns genehmigt“, sagt Elisabeth Henne, beim EN-Kreis für Müllangelegenheiten zuständig. Im EN-Kreis sei das Thema Altkleidersammlung längst klar geregelt: Sammeln dürfen einige caritative Verbände, wie etwa das Rote Kreuz, in Zusammenarbeit mit der Firma AHE.

Über Jahre, so Henne, sei es so gewesen, dass private Sammler den Caritativen die Altkleider vor Nase weggefischt hätten. Dabei sei der Verkauf der Altkleider für die Verbände eine wichtige Einnahmequelle, um einen Teil ihrer gemeinnützigen Arbeit zu finanzieren. Nun nutzt der Kreis die noch recht neuen Regeln des Abfallwirtschaftsgesetzes, um die privaten Sammler draußen zu halten. Doch die scheren sich nicht um fehlende Genehmigungen und verteilen fleißig ihre „Flyer, Körbe und Container“, wie Elisabeth Henne weiß. Andere Städte und Kreise sammeln Altkleider sogar selbst, um mit den je nach aktuellem Kilopreis recht lukrativen Einnahmen die Müllgebühren stabil zu halten. „Wir verzichten aber ganz bewusst darauf. Wir hätten es unanständige gefunden, den Caritaiven Verbänden diese Einnahme wegzunehmen“, unterstreicht Henne.

Neben den Caritativen erhalten aber zum Beispiels auch Pfadfindergruppen und Kirchengemeinden Genehmigungen zur Altkleidersammlung. „Manche finanzieren damit ihre Jugendfreizeiten und verbinden das ganze noch mit einem Informationsprojekt rund um Textilrecycling“, weiß Elisabeth Henne. Sie und ihre Kollegen freuen sich, wenn Bürger private Sammler in ihrem Wohngebiet melden, damit die Kreismitarbeiter deren unerwünschte Aktivitäten stoppen können. Hinweise werden unter Tel. (0 23 36) 93 23-32 oder -31 entgegengenommen.

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