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Kassenvertreter warnt Ärzte vor Streik

Dortmund (dpa) Im Honorarstreit von Ärzten und Krankenkassen hat der Verhandlungsführer der Kassen, Johann-Magnus von Stackelberg, die Streikankündigung der Ärzte kritisiert. Ein Ausstand «von Freiberuflern, die im Durchschnitt mehr als 120 000 Euro im Jahr verdienen», sei ein «Unding».

Kassenvertreter warnt Ärzte vor Streik

Andreas Köhler: «Legen die Kassen kein besseres Angebot vor, können wir Ärztestreiks nicht mehr ausschließen». (Symbolbild)

Das sagte der stellvertretende Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) den «Ruhr Nachrichten». Er forderte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

KBV-Chef Andreas Köhler hatte angekündigt, die Mediziner wollten ihre Forderung nach zusätzlich 2,5 Milliarden Euro notfalls mit Streik durchsetzen. Am Donnerstagabend hatten die Ärzte Gespräche über die künftige Vergütung abgebrochen. Ein Angebot, das nach Kassenangaben rund zwei 2 Milliarden Euro betrug, wiesen die Ärzte zurück, weil es nach ihrer Ansicht in Wahrheit nur 1,4 Milliarden Euro wert ist.

Derzeit beträgt das Jahresbudget der Kassen für die 145 000 Kassenärzte und Psychotherapeuten rund 23 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte die KBV für 2009 eine Erhöhung um 4,5 Milliarden gefordert. Wenn sich Ärzte und Kassen nicht einigen, kann die Bundesregierung die Erhöhung festlegen.

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