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Katrin Lindner inszeniert Postino im Rottstr5-Theater

Erfolgreiche Premiere

BOCHUM „Ich will mit Dir machen, was der Frühling mit den Kirschbäumen macht.“ Wer wäre nicht hin und weg, wenn er solch einen Satz ins Ohr geflüstert bekäme? Im Rotttstr5-Theater flüstert ihn Postbote Alexander Maria Schmidt ins Ohr der „Beatrice“ Maja Beckmann. Ihre zarte Liebesgeschichte ist eine der vielen Stärken von Katrin Lindners Inszenierung „Postino“.

von Von Max Florian Kühlem

, 08.08.2010
Katrin Lindner inszeniert Postino im Rottstr5-Theater

Tolle Besetzung für das Stück »Postino« im Rottstr5-Theater: Maja Beckmann und Alexander Maria Schmidt.

Lindner, die auch im Schauspielhaus schon große Erfolge feierte („Some Girls“, „After The End“), hat sich für die junge Bühne  Michael Radfords berühmtem Film „Der Postmann“ angenommen.

Nach Motiven daraus erzählt sie in einer guten Stunde eine ebenso anrührende und zärtliche wie derb-komische Geschichte um Freundschaft, Liebe und Politik. Eine tolle Besetzung hat sie dafür mit Alexander Maria Schmidt und Maja Beckmann gefunden. Schmidt gefällt in der Rolle des leisen, schüchternen und manchmal etwas verschlafenen Mario, der die Stelle eines Privatpostmanns annimmt, weil er für die Fischerei zu kränklich ist. Beckmann übernimmt alle anderen Rollen – auch die der Schriftstellerin im Exil, für die die (Fan-)Post bestimmt ist.

Mit den beschränkten Mitteln des freien Theaters gelingt es Katrin Lindner, einen Imaginationsraum aus schönen Bildern und Klängen zu schaffen, der gerade soweit zum Kitsch tendiert, dass es gefällt und das Herz erreicht. Alles ist am Ende bedeckt vom Sand, der Mario am Anfang durch die Hände rieselt wie verstreichende Zeit. In ihm hinterlässt alles Geschehene seine Spuren.