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Kaum Zeit für Seelenmassage in Leipzig

Leipzig. Diese Pleite tut Leipzig richtig weh. In der Liga wird es immer enger im Kampf hinter dem FC Bayern nach Leverkusens Gala. Schon in Marseille kann RB aber zurückschlagen und ins Halbfinale der Europa League einziehen. Dazu muss die Defensive deutlich besser werden.

Kaum Zeit für Seelenmassage in Leipzig

Nach der Niederlage gegen Leverkusen haben die Spieler von RB Leipzig seelischen Aufbau nötig. Foto: Jan Woitas

Die Zeit für die Seelenmassage ist knapp, die Momentaufnahme spricht auf einmal gegen RB Leipzig. 41 Gegentore und damit fünf Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga schon mehr als in der gesamten vergangenen Spielzeit.

Die schlechteste Trefferbilanz aller sechs Teams, die um die begehrten drei Plätze hinter Serien-Meister FC Bayern kämpfen: Die erneute Mission Champions League der Leipziger ist in Gefahr.

Eine Trotzreaktion schon im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League käme zur rechten Zeit, bevor es dann in der Liga zum SV Werder Bremen geht. „Wir müssen das Spiel nun abhaken, uns auf Donnerstag konzentrieren, um in Marseille ein anderes Gesicht zu zeigen“, sagte RB-Coach Ralph Hasenhüttl nach der 1:4-Niederlage in der heimischen Arena gegen den neuen Tabellenvierten Bayer 04 Leverkusen. RB liegt zwei Zähler schlechter auf dem sechsten Rang.

„Natürlich ist es bitter, dass Leverkusen jetzt in der Tabelle wieder vor uns steht. Aber es stehen noch fünf Ligaspiele aus“, sagte RB-Keeper Peter Gulacsi. Punktgleich vor RB rangiert auch noch Eintracht Frankfurt. Immerhin: Leverkusen und Frankfurt treffen am kommenden Samstag aufeinander und können beide somit nicht voll punkten, dasselbe gilt für den Tabellenzweiten FC Schalke 04 (52) und den Tabellendritten Borussia Dortmund (51) am Sonntag.

Leipzigs Problem ist offensichtlich und könnte ausgerechnet in der Schlussphase die Veredelung des zweiten Bundesliga-Jahres von RB verhindern. „Wir können immer Tore machen, dürfen aber nicht so viel zulassen“, sagte Hasenhüttl. Verdient war der Sieg einer von Julian Brandt angeführten, taktisch wie spielerisch beeindruckend agierenden Bayer-Elf auch in der Höhe. „Wie entfesselt“ habe seine Mannschaft nach der Pause aufgespielt, meinte Leverkusens Trainer Heiko Herrlich.

Leipzig hatte dem nichts entgegenzusetzen. Kreativ-Spieler wie Emil Forsberg oder der später auch noch verletzt ausgeschiedene Naby Keita, dessen Einsatz in Marseille trotz einer Hüftprellung nicht gefährdet sein soll, waren neutralisiert. Timo Werner mühte sich, bereitete die Leipziger Führung durch Marcel Sabitzer (17. Minute) mit vor. Bedenklich war aber vor allem die Defensive, die die Bayer-Tore von Kai Havertz (45.), Brandt (51.), Panagiotis Retsos (56.) und Kevin Volland (69.) zuließ. Die Außenverteidigermisere - Marcel Halstenberg Kreuzbandriss im Januar und Konrad Laimer Muskelriss in der vergangenen Woche - machte sich deutlich bemerkbar.

Alle vorherigen Ansagen des Trainer-Teams, um das sich nun neue Spekulationen ranken, halfen nichts, die sieben RB-Spiele ohne Niederlage durften nicht über die Probleme im Defensivbereich täuschen. „Ich glaube, dass wir vor dem Spiel sehr, sehr kritisch umgegangen sind mit den Jungs, gerade nach dem letzten Sieg gegen Marseille, als wir schon sehr viele Chancen zugelassen hatten. Ich würde mir heute mehr Vorwürfe machen, wenn ich es nicht thematisiert hätte“, sagte Hasenhüttl, dessen Co-Trainer Zsolt Löw nach Informationen der „Bild“-Zeitung Wunschkandidat von Thomas Tuchel für ein mögliches Engagement bei Paris Saint-Germain sein soll.

Worüber Hasenhüttl und Löw bis zum Anstoß (21.05 Uhr) im Stade Vélodrome mit ihrer Mannschaft reden werden, dürfte auch klar sein. „Wir wissen, dass wir besser verteidigen können. Dort werden wir die nächsten zwei Tage den Hebel ansetzen“, sagte Hasenhüttl.

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