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Kein Hundeleben: Das richtige Futter für den Vierbeiner

Berlin/Bonn (dpa/gms) - Wer einmal eine Zoohandlung besucht, der merkt: Hunde müssen kein Hundeleben führen. Dutzende verschiedener Futtersorten gibt es. Doch welche ist für den eigenen Vierbeiner die Richtige - und wie viel davon?

«Es ist wie bei allen Lebewesen: Der Nährstoffbedarf ändert sich mit jeder Lebensphase», sagt Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung an der FU Berlin. «Das bedeutet, dass das Futter immer auf das Alter, die Größe und die Aktivität des einzelnen Hundes abgestimmt werden muss.» Während junge Tiere einen größeren Bedarf an Kalzium und Phosphor haben, brauchen ältere, ruhigere Vertreter entsprechend weniger Futter.

«Grundsätzlich ist man dabei mit dem handelsüblichen so genannten Alleinfutter auf der sicheren Seite», sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Denn in Deutschland ist per Gesetz geregelt, dass dieses Futter alle benötigten Nährstoffe in den richtigen Mengen enthält - abgestimmt auf mehrere Altersklassen.

Entscheiden müssen sich Hundehalter aber zwischen Trocken- und Feuchtfutter. «Der Vorteil von Feuchtfutter ist, dass die Tiere schon mit der Nahrung Flüssigkeit zu sich nehmen und daher weniger Wasser benötigen», sagt Umlauf. Durch das weiche Futter werden aber die Zähne weniger beansprucht, so dass kaum Zahnstein entfernt wird.

Hundefutter lässt sich auch selbst zuzubereiten. «Dabei ist es wichtig, zu wissen, das Hunde Allesfresser sind», sagt Anna Laukner, eine Tierärztin und Buchautorin, die auf Ibiza lebt. Hünde dürfen daher nicht nur Fleisch bekommen - und gar kein rohes. Fleisch könne mit gekochten Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Gemüse serviert werden.

Zu fettig oder mit schweren Soßen versetzt darf es aber nicht sein. Am besten wird auch Rat vom Züchter oder Tierarzt geholt. «So kann geklärt werden, ob vielleicht noch bestimmte Zusatzstoffe wie Spurenelemente, Vitamine oder ungesättigte Fettsäuren zugefüttert werden sollten», sagt Hundeexpertin Katrin Umlauf.

Gefüttert wird zwei- bis dreimal pro Tag, sagt Zentek. «Wenn die Tiere morgens und abends gefüttert werden, fällt ihnen die Verdauung leichter, und sie haben außerdem nicht Stunden lang Hunger.» Doch auch dann gilt: «Die Hunde sollten sich nach dem Essen etwa eine Stunde lang ausruhen können.»

In Einzelfällen kann es dennoch zu Problemen kommen: «Manchmal entwickeln die Tiere mit der Zeit eine Futterunverträglichkeit, die sich in Hautrötungen, Haarausfall oder stumpfem Fell äußern kann», sagt Umlauf. «Dann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.»

«Am besten ist es immer, sein Tier genau zu beobachten», rät Zentek. So bemerkt der Halter schnell, wenn der Hund auffällig zu- oder abnimmt. Eine Faustregel hilft dabei: «Man sollte hin und wieder mit der flachen Hand über die Rippen im Brustbereich des Hundes tasten», rät Umlauf. «Wenn man die Rippen nicht spürt, ist das Tier zu dick. Stehen sie deutlich hervor, ist es zu dünn.»

Literatur: Anna Laukner: Hunde füttern. Einfach - lecker - gesund, Eugen Ulmer, ISBN: 978-3800149254, 7,90 Euro.

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