Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Keine Aufklärung über OP-Risiko: Schmerzensgeld

Köln (dpa/tmn) Ein Patient wird an der Wirbelsäule operiert und hat hinterher starke Schmerzen. Über das Risiko einer Querschnitts-Lähmung wurde er vor der Operation nicht aufgeklärt. Bekommt er Schmerzensgeld? Über diese Frage hatte das Oberlandesgericht Köln zu entscheiden.

Keine Aufklärung über OP-Risiko: Schmerzensgeld

Ein Patient muss vor einer Operation immer ausführlich aufgeklärt werden. Foto: Rolf Vennenbernd

Patienten kann ein Schmerzensgeld zustehen, wenn sie nicht ausreichend über die Risiken einer Operation aufgeklärt werden und infolge der Operation Beschwerden haben. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

In einem verhandelten Fall am Oberlandesgericht (OLG) Köln wurde ein Mann an der Wirbelsäule operiert. Er hatte eine Lasernukleotomie. Dadurch wird die Bandscheibe so behandelt, dass sich der von ihr ausgehende Druck verringert. Nach der Operation war zunächst der rechte Arm und das rechte Bein des Mannes gelähmt. Diese Lähmung ging zurück, dafür hatte er weiterhin motorische Einschränkungen, brennende Schmerzen in den Händen und Füßen sowie eine gestörte Blasenfunktion. Der Mann klagte auf Schmerzensgeld. Er führte an, die Operation sei nicht nötig und fehlerhaft und die Nachbereitung unzureichend gewesen. Auch sei er nicht über das Risiko einer Querschnittsbehandlung sowie über Behandlungsalternativen aufgeklärt worden.

Das Gericht sprach dem Mann 75 000 Euro zu (Az.: 5 U 8/14). Die Klinik habe nicht nachweisen können, dass sie den Patienten über das Risiko einer Querschnittslähmung aufgeklärt hat. Durch die Operation sei das Rückenmarkt geschädigt worden und bei dem Patienten in der Folge ein Dauerschaden aufgetreten.

Urteil des OLG Köln

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Gesund und Fit

Feldenkrais-Methode: Den Körper durch Bewegung schulen

Hamburg (dpa/tmn) Sanfte Bewegungen statt schweißtreibender Gymnastik: Die Feldenkrais-Methode soll zu mehr Beweglichkeit und Flexibilität verhelfen, den Alltag erleichtern und Schmerzen lindern. Aber was genau steckt eigentlich dahinter?mehr...

Leben : Gesund und Fit

Muskelkrämpfen vorbeugen: Dehnen, viel trinken, Nüsse essen

Baierbrunn (dpa/tmn) Lang anhaltend und sehr unangenehm: So lässt sich ein Muskelkrampf beschreiben. Zum Glück gibt es einige Maßnahmen, mit denen solche Schmerzen verhindert oder zumindest reduziert werden können.mehr...

Leben : Gesund und Fit

Künstliche Gelenke entzünden sich bei Rheumatikern häufiger

Stuttgart (dpa/tmn) Rheumatiker sind Schmerzen gewohnt. Oft schreiben sie diese der Grunderkrankung zu. Der Grund kann aber auch ein anderer sein - sofern die Betroffenen künstliche Gelenke haben.mehr...

Leben : Gesund und Fit

Wachstumsschmerzen treten vorwiegend nachts auf

Berlin (dpa/tmn) Viele Eltern kennen es: Das Kind wacht nachts auf und klagt über schreckliche Schmerzen in den Beinen. Doch sind die Beschwerden am Morgen wieder verschwunden, gibt es kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen ist Wachstum die Ursache.mehr...

Leben : Gesund und Fit

Mit Rippenfellentzündung sofort zum Arzt

Berlin (dpa/tmn) Eine Rippenfellentzündung ist äußerst schmerzhaft. Sie heilt normalerweise allerdings ohne Folgen aus. Zum Arzt gehen muss man dennoch. Denn meist ist die sogenannte Pleuritis Begleiterscheinung einer ernsten Erkrankung.mehr...

Leben : Gesund und Fit

Das können Fußreflexzonenmassagen

Budenheim (dpa/tmn) Eine Fußreflexzonenmassage kann die Durchblutung fördern, Verspannungen lockern und sogar Schmerzen lindern - berichten Patienten. Wissenschaftlich erwiesen sind diese Effekte bisher nicht.mehr...