Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Keine Bedenken gegen Freilassung von Geiselnehmer Degowski

Essen. Das nordrhein-westfälische Justizministerium hat keine Bedenken gegen die Entlassung des Gladbecker Geiselgangsters Dieter Degowski nach fast 30 Jahren Haft. Laut Gutachten sei der 61-Jährige „nachgereift, psychisch stabil“ und ohne Alkohol- und sonstige Suchtprobleme, bilanzierte Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht an den Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Gegen den seit Ende Oktober rechtskräftigen Entlassungsbeschluss spreche derzeit nichts. Degowski kann demnach in den nächsten Monaten unter neuer Identität auf freien Fuß kommen. Die „Bild“ hatte darüber zuerst online berichtet.

Keine Bedenken gegen Freilassung von Geiselnehmer Degowski

Ein Justizbeamter öffnet die Tür vom Landgericht in Arnsberg. Foto: Jörg Taron/Archiv

Im August 1988 hatten Degowski und sein ein Jahr jüngerer Komplize Hans-Jürgen Rösner die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub in Gladbeck mit Geiseln quer durch Deutschland. Drei Menschen starben. Das Gladbecker Geiseldrama ging als eines der spektakulärsten Schwerverbrechen in die deutsche Kriminalgeschichte ein.

Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Arnsberg hatte die lebenslange Freiheitsstrafe Degowskis am 10. Oktober unter zahlreichen Weisungen zur Bewährung ausgesetzt. Dabei habe sie sich maßgeblich auf die günstige Prognose und sein tadelloses Verhalten im Vollzug gestützt, teilte Biesenbach mit. Degowski habe alle Lockerungen der Justizvollzugsanstalt Werl beanstandungsfrei absolviert - insgesamt 38 unbegleitete sowie zwölf Langzeitausgänge. Auch die Staatsanwaltschaft hatte keinerlei Einwände erhoben.

Das Landgericht Essen hatte Degowski und Rösner 1991 zu lebenslanger Haft verurteilt - Degowski mit besonderer Schwere der Schuld.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Viele Bahnhöfe im Verbund Rhein-Ruhr mit erheblichen Mängeln

Gelsenkirchen. Der Zustand der Bahnstationen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat sich nach Einschätzung von Testern im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Von den 296 Stationen seien 54 als „nicht akzeptabel“ eingestuft worden, teilte der VRR am Dienstag mit. Im Jahr 2016 hatten nur 39 Stationen diese Negativbewertung erhalten.mehr...

NRW

Auftrag zur Sanierung der Mülheimer Brücke in Köln erteilt

Köln. Die Generalsanierung der Mülheimer Brücke in Köln kann beginnen. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, wurde der Auftrag für das Projekt am Montag an das Schweizer Bauunternehmen Implenia Construction Deutschland übergeben. Der Weg dafür sei nun frei, weil der Nachprüfantrag eines unterlegenen Bieters während des Vergabeverfahrens von der Vergabekammer Rheinland zurückgewiesen worden sei. Die Stadt hat einen Finanzrahmen von rund 187 Millionen Euro für die Sanierung der Rheinbrücke aus dem Jahr 1951 eingeplant - darin sei ein Puffer von 15 Prozent enthalten. Erste Auswirkungen auf den Verkehr wird das Bauprojekt voraussichtlich Anfang 2019 haben.mehr...

NRW

Schmadtke, Stöger und Co.: Verbitterung und Vorwürfe

Köln. Auch Monate nach der Trennung von Sportchef Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger sprechen alle Beteiligten beim 1. FC Köln verbittert über den vergangenen Herbst. Im Magazin „11 Freunde“ (Donnerstag) machen sich Schmadtke, Stöger, Präsident Werner Spinner und Vizepräsident Toni Schumacher teilweise gegenseitig Vorwürfe. Schmadtke bestätigte indirekt, dass seine Trennung im Oktober erfolgte, weil er im Gegensatz zur Vereinsführung Stöger entlassen wollte. Dieser musste dann Anfang Dezember gehen.mehr...

NRW

Häftling braucht nach Feuer Hauttransplantation

Köln. Der verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin in der Bonner Siegaue benötigt nach dem Brand in seiner Zelle eine Hauttransplantation. Die erlittenen Verbrennungen seien so schwer, dass er im künstlichen Koma liege, sagte sein Anwalt am Dienstag. Eine Transplantation sei notwendig. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.mehr...

NRW

Urteil: Klinik muss über Risiken bei neuer OP informieren

Hamm. Patienten, die mit einer neuen und noch nicht abschließend erprobten Methode operiert werden, müssen ausdrücklich auf mögliche Risiken hingewiesen werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden und damit eine Entscheidung des Landgerichts Siegen aus der ersten Instanz bestätigt. Geklagt hatte eine Patientin aus dem hessischen Lahn-Dill-Kreis. Sie hatte der Operation 2008 am Beckenboden zwar zugestimmt, musste aber bis 2009 noch fünfmal unters Messer und hatte anschließend weiterhin Schmerzen. Die Richter des OLG bewerteten die Einwilligung als rechtswidrig und sprachen der 62-Jährigen ein Schmerzensgeld von 35 000 Euro zu (Az.: 26 U 76/17, Urteil vom 23.1.).mehr...

NRW

Obdachlose: Kampieren unter freiem Himmel kann teuer werden

Dortmund. „Kampieren unter freiem Himmel verboten“: Obdachlose müssen in Dortmund mit einem Verwarngeld von 20 Euro oder mehr rechnen, wenn sie in der Innenstadt unter freiem Himmel schlafen.mehr...