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In fünf Bundesländern

Keine Festnahmen bei Anti-Terror-Einsätzen

Erfurt Bei Anti-Terror-Einsätzen der Polizei wurden am Dienstag in fünf Bundesländern Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft durchsucht. Auch in Dortmund wurde eine Wohnung durchsucht. Eine konkrete Anschlagsgefahr gab es laut Behörden nicht.

Keine Festnahmen bei Anti-Terror-Einsätzen

Polizeiautos stehen während des Anti-Terror-Einsatzes vor einem Haus im thüringischen Suhl.

Bei Anti-Terror-Einsätzen in Nordrhein-Westfalen und vier anderen Bundesländern haben Polizeieinheiten Wohnungen und Unterkünfte von 14 Tschetschenen aus Russland durchsucht.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Erfurt waren dabei am Dienstag insgesamt zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft in mehreren Thüringer Orten, in Dortmund, Hamburg, Leipzig und München betroffen.

Finanzierung terroristischer Vereinigungen

Bei der Aktion ging es vor allem um den Verdacht auf Finanzierung terroristischer Vereinigungen im Ausland. Eine konkrete Anschlagsgefahr hätten die Ermittlungen bisher nicht ergeben, erklärte das federführende Landeskriminalamt (LKA) Thüringen. Den Angaben zufolge stand Thüringen im Mittelpunkt der Durchsuchungen.

Nach dem Stand der Ermittlungen gebe es keine Anhaltspunkte für Verbindungen zu Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus der jüngsten Vergangenheit.

Wohnungsdurchsuchung in Dortmund

Verdächtige seien befragt worden, Festnahmen habe es allerdings nicht gegeben, sagte eine LKA-Sprecherin. „Es gibt keinen Haftbefehl.“

Hauptverdächtig sei ein 28-jähriger Tschetschene mit russischem Pass, der als Asylbewerber im thüringischen Suhl lebe. Er wurde laut LKA in Suhl angetroffen und vernommen. Auch die anderen Verdächtigen - zehn Männer und drei Frauen im Alter zwischen 21 und 31 Jahren - lebten als Asylsuchende in Deutschland.

Eine der Frauen, eine 23-Jährige, lebt in Dortmund. Ihre Wohnung wurde bei dem Einsatz ebenfalls durchsucht.

DORTMUND 14 Verdächtige in mehreren deutschen Städten: Ein vom Landeskriminalamt in Thüringen geführter Anti-Terroreinsatz führte am Dienstag auch nach Dortmund. Die Polizei durchsuchte die Wohnung einer 23-jährigen Frau.mehr...

Der Hauptverdächtige soll beabsichtigt haben, sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen.

Der Verdacht auf Sprengstoff in einer Unterkunft in Thüringen bestätigte sich nicht. Ein weißes Pulver wurde untersucht. Laut LKA handelte es sich um Maismehl. Sichergestellt wurden bei den Durchsuchungen Laptops, Handys, Festplatten, USB-Sticks und Bank-Unterlagen.

Ermittlungen seit 2015

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gera besteht der Verdacht, dass Geld zur Terrorfinanzierung ins Ausland transferiert werden sollte. Zur Höhe der Beträge machte ihr Sprecher keine Angaben. Gegen den Hauptverdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft seit der zweiten Jahreshälfte 2015 wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. 

von dpa

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