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Keine Spielhallen oder Supermärkte

Gewerbegebiet

Laut neuem Bebauungsplan dürfen sich künftig keine Einzelhandelsbetriebe mehr im Gebiet zwischen Hallesche, Kasseler und Hannöversche Straße ansiedeln, deren Sortimente sich an Endverbraucher richten.

KÖRNE

von Von Jonas Müller-Töwe

, 19.08.2010
Keine Spielhallen oder Supermärkte

Die Eröffnung dieses Matratzengeschäfts an der Kasseler Straße rief die Verwaltung auf den Plan. Größere Ansiedlungen von Einzelhändlern möchte man vermeiden.

Der Bebauungsplan 142 ist Anfang August dahingehend per Dringlichkeitsentscheidung geändert worden. Insbesondere richtet sich die Änderung gegen Betriebe mit Sortimenten, die die Verwaltung als „zentren- und nahversorgungsrelevant“ einstuft – und gegen Spielhallen. Es habe immer wieder Anfragen von verschiedenen Spielhallenbetreibern nach Genehmigungen für das Gewerbegebiet gegeben, sagte gestern Werner Steinschulte, stellvertretender Amtsleiter der Stadtplanung und Bauaufsicht.

„Dort soll nichts Zentrumsschädliches, Supermärke zum Beispiel, angesiedelt werden – und Spielhallen sind nicht erwünscht, da das Gewerbegebiet hauptsächlich für produzierendes Gewerbe und Handwerksbetriebe vorgesehen ist“, sagte Steinschulte. Auslöser der Dringlichkeitsentscheidung sei die Ansiedlung eines Matratzen-Geschäfts gewesen. „Das Geschäft mit etwa 150 Quadratmetern ist aber nicht das Problem“, sagte Steinschulte. Die Verwaltung habe mit der Entscheidung die Ansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben ab 800 Quadratmetern ausschließen wollen. Dies sei Teil des Einzelhandelskonzept.

An Endverbraucher gerichtete Verkaufsstellen seien in dem Gewerbegebiet deswegen nur noch zulässig, wenn sie in „unmittelbarem funktionalen und räumlichen Zusammenhang“ mit dort produzierenden Betrieben stünden, steht in einer öffentlichen Bekanntmachung. Die Ansiedlung von Baumärkten sei weiterhin möglich, sagte Steinschulte, da ihr Sortiment nicht „zentrumsrelevant“ sei. In seiner Sitzung am 3. November wird der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien über die Dringlichkeitsentscheidung abstimmen.