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Keine Strafe nach Großbrand

WITTEN/BOCHUM Es war ein kleines Experiment – mit verheerenden Folgen. Im April zündelte ein 14-jähriger Wittener auf dem Grundstück seines Vaters. Kurz darauf stand alles in Flammen: ein Carport, ein Möbellager, ein Traktor.

13.10.2007

Die Staatsanwaltschaft hatte den Jugendlichen nach der Feuer-Katastrophe wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagt. Doch die Bochumer Jugendrichter stellten das Verfahren in nicht öffentlicher Sitzung ohne Auflagen ein. Sie waren der Auffassung, dass der heute 15-Jährige schon genug bestraft sei.

Allein der angerichtete Sachschaden beläuft sich immerhin auf 120 000 bis 150 000 Euro. Der Angeklagte hatte im Schuppen seines Vaters nach Benzin für sein Mofa gesucht. Als er schließlich einen Container gefunden hatte, kippte er einen Schluck des Inhalts auf den Boden. Um zu testen, ob es sich um leicht brennbares Benzin oder schwer entflammbaren Diesel handelte, zündete er die Flüssigkeit anschließend an.

Danach ging alles ganz schnell. Die Flammen ergriffen den Benzinkanister, den Carport, abgestellte Autos und jede Menge Möbel. Selbst eine Oberleitung der Stadtwerke soll zerstört worden sein.

Der 14-Jährige rannte sofort in das Büro seines Vaters, doch es war schon zu spät. Auch die sofort alarmierten Feuerwehrleute konnten die Firma des Vaters nicht mehr retten.