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Nach tödlichem Ehedrama

Keine Verurteilung, kein Freispruch für Polizisten

BOCHUM/RECKLINGHAUSEN Mehr als eineinhalb Jahre nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau (47) aus Recklinghausen vor den Augen von zwei Polizisten steht seit Montag fest: Die Beamten werden nicht wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Die Verfahren wurden gegen Geldzahlungen von 7000 und 3500 Euro vorläufig eingestellt.

Keine Verurteilung, kein Freispruch für Polizisten

Die beiden angeklagten Polizeibeamten an der Seite ihrer Verteidiger Siegmund Benecken (2. von links) und Florian Hupperts (ganz rechts).

Die Anwältin der Angehörigen der erschossenen Frau, Cornelia Frech, kritisierte die ausgebliebene Bestrafung des Polizisten-Duos scharf: „Das Vertrauen in die Polizei ist tief erschüttert. Unserer Ansicht nach war das Fehlverhalten der Polizisten eklatant.“ Sechs Jahre Haft für Todesschütze Die Staatsanwaltschaft hatte das Ermittlungsverfahren gegen die Polizisten zunächst eingestellt. Nach massiver  Kritik durch die Opferfamilie und ihre Anwältin Cornelia Frech am Rande des Strafprozesses gegen den Todesschützen revidierte die Behörde kurz danach ihre Entscheidung und nahm die Ermittlungen wieder auf. Im März 2014 wurden die beiden Beamten offiziell angeklagt. Der Todesschütze war am 22. Oktober 2013 am Bochumer Schwurgericht wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Weil er unter krankhaftem Eifersuchtswahn litt, musste er jedoch nicht ins Gefängnis, sondern in die geschlossene Psychiatrie. In diesem Prozess hatten sich die beiden Polizisten noch auf das ihnen zustehende Schweigerecht berufen. Im aktuellen Prozess wurde auch der Todesschütze als Zeuge vernommen. Der 53-Jährige war – neben den beiden Polizisten – der einzige verbliebene Augenzeuge. 

BOCHUM/RECKLINGHAUSEN Die Polizisten trugen kugelsichere Westen, die Frau war völlig ungeschützt: Vor rund anderthalb Jahren wurde eine 47-jährige Mutter aus Recklinghausen von ihrem Ehemann erschossen. Zwei Polizisten standen direkt neben ihr. Seit Mittwoch müssen sie sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Bochumer Landgericht verantworten.mehr...

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