Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

KfW muss IKB-Kapitalerhöhung nahezu allein stemmen

DÜSSELDORF Die staatliche KfW muss die mehr als eine Milliarde Euro schwere Kapitalerhöhung bei der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB nahezu allein stemmen.

Von den innerhalb der Zeichnungsfrist ausgeübten Bezugsrechten für neue IKB-Aktien entfielen mehr als 99 Prozent auf die KfW Bankengruppe. Das geht aus einer Pflichtmitteilung der IKB von Mittwochabend hervor.

Die KfW hatte zuvor bereits garantiert, dass der IKB mindestens 1,25 Milliarden Euro im Zuge der Kapitalerhöhung zufließen werden. Da andere IKB-Aktionäre nur in geringem Umfang bei der Kapitalerhöhung mitzogen, dürfte der KfW-Anteil auf etwa 90 Prozent steigen. Die Zeichnungsfrist für die neuen Aktien war am Montag abgelaufen.

Der Vollzug der Kapitalerhöhung durch die KfW wird voraussichtlich erst im Oktober erfolgen, weil eine Entscheidung der europäischen Wettbewerbshüter abgewartet wird. Dabei geht es um die Frage, ob die Kapitalerhöhung durch die KfW eine Beihilfe beziehungsweise eine genehmigungsfähige Beihilfe ist. Die KfW hatte der IKB im Juli eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, so dass die IKB bereits jetzt über frische Liquidität verfügen kann.

Die IKB hatte sich im großem Stil mit US-Hypotheken verspekuliert. Nach FDP-Angaben mussten KfW, Bund und Bankenwirtschaft bislang 9,8 Milliarden Euro Risiken abdecken, um die IKB vor der Pleite zu bewahren. Für die KfW-Beteiligung an der angeschlagenen Düsseldorfer Bank läuft gegenwärtig ein Verkaufsprozess. In Branchenkreisen gilt vor allem das Mittelstandsgeschäft der IKB als interessant.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Hochtief im Rennen um Mautstraßen-Betreiber Abertis

Essen (dpa) Finanzieller Kraftakt für Hochtief: Mit einer 17-Milliarden-Offerte geht das Essener Unternehmen ins Rennen um den spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis. Konzernchef Fernandez Verdes sieht bei einem Zusammenschluss nur Vorteile für beide Unternehmen.mehr...

Wirtschaft

Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin

Berlin (dpa) Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich nicht - das bringt ihm Kritik ein.mehr...

Wirtschaft

Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018

Berlin (dpa/tmn) Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Doch nicht immer wissen Eltern das. Ab dem kommenden Jahr sollten sie sich über die Voraussetzungen schnell informieren. Denn für rückwirkende Anträge bleibt dann weniger Zeit.mehr...

Wirtschaft

Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung

New York (dpa) Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet haben. Was verbirgt sich dahinter?mehr...

Wirtschaft

GfK: Franzosen und Briten mit mieser Konsumlaune

Nürnberg (dpa) Der "Macron-Effekt" in Frankreich scheint verpufft, die Konsumlaune ist nach einem kurzen Hoch stark rückläufig. In Großbritannien drückt der ungewisse Ausgang der Brexit-Verhandlungen auf die Stimmung. Und in Deutschland zeigt das Konsumbarometer unerwartete Ausschläge an.mehr...