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Kfz-Hauptuntersuchung: Wer überzieht, zahlt drauf

Berlin (dpa/tmn) Die Hauptuntersuchung für Autos wird nach 60 Jahren modernisiert - und für Pkw-Halter teurer, die viel zu spät dran sind. Die Prüfer geben zudem künftig Reparaturtipps für sich abzeichnende Probleme.

Kfz-Hauptuntersuchung: Wer überzieht, zahlt drauf

Wer die Hauptuntersuchung deutlich überzieht, muss künftig einen Aufschlag auf die Prüfungsgebühr zahlen. Foto: David Ebener

Wer die HU ab 1. Juli deutlich überzieht, zahlt drauf. Künftig soll ein Aufschlag von 20 Prozent auf die reguläre Prüfungsgebühr erhoben werden, wenn der Fahrzeughalter mehr als zwei Monate in Verzug ist. Derzeit verlangen die Prüfgesellschaften nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) je nach Bundesland zwischen 57 und 63 Euro. Schon bislang riskieren nachlässige Autofahrer Verwarngelder, Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und Ärger mit der Versicherung. Im Gegenzug gilt die neue Plakette aber für die komplette Frist und wird nicht mehr auf den ursprünglichen Monat zurückdatiert. Hätte ein Wagen im Januar zum TÜV gemusst, kommt aber erst im März, zählen die zwei Jahre also ab März und nicht ab Januar.

Mit dem Stichtag wird im Prüfbericht außerdem die neue Kategorie «Hinweis» eingeführt, teilt die Prüforganisation KÜS in Losheim am See mit. So habe der Sachverständige die Möglichkeit, auf sich abzeichnende Probleme - etwa durch Verschleiß oder Korrosion - aufmerksam zu machen. Der Halter bekomme konkrete Reparaturtipps.

Zu den weiteren Neuregelungen gehören eine verpflichtende Probefahrt durch den Sachverständigen und die einheitliche Mängeldokumentation durch Prüforganisationen wie TÜV, Dekra oder GTÜ. Die KÜS sieht in der Reform «einen Beitrag zu noch mehr Verkehrssicherheit».

Mit der Neuregelung könnte die HU für Halter ohnehin teurer werden. «Mehrere Anbieter werden die Umstellung für leichte Gebührenerhöhungen nutzen», sagt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Der ACE rechnet im Schnitt mit rund 4 Euro Mehrkosten für Haupt- und Abgasuntersuchung, die seit 2010 in einem Schritt gemacht werden. Bei den Gebühren würden die Prüforganisationen aber darauf achten, die Schallmauer von 100 Euro nicht zu durchbrechen, erwartet der ACE-Sprecher.

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