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Kinder entdecken Bochumer Böden

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Erdläufer, Saftkugler oder Springschwänze sind alle Einwohner von Bochum. Allerdings leben sie fast unbemerkt in den Böden. Die Biologische Station untersuchte am Donnerstag mit Kindern ihren Lebensraum im Weitmarer Holz.

WEITMAR

von Von Thorben Sommer

, 12.08.2010
Kinder entdecken Bochumer Böden

Auch Jürgen Heuser, Leiter der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet, sucht mit vollem Körpereinsatz nach Tieren im Weitmarer Holz.

Biologe Jürgen Heuser, Leiter der Biologischen Station, sagte zu Beginn: "Wir schauen mal, was wir für Tiere finden". Die Käfer, Würmer und Schnecken seien auf Feuchtigkeit angewiesen. "Die Trockenheit der letzten Wochen hat sie in den Boden getrieben", erklärte Heuser.Haare wie eine Katze Die Kinder störte das nicht. Sie liefen durch das Weitmarer Holz und suchten den Boden ab. Ruben hat schon nach kurzer Zeit eine Nacktschnecke gefunden und steckte sie in den Glasbehälter. "Ist die glitschig", schrie der Siebenjährige und wischte sich die Finger an der Hose ab.

Ein anderes Tier hat Phillip gefunden. "Die Assel hat Haare wie eine Katze und einen Panzer auf dem Rücken, wie eine Schildkröte", beschrieb der Sechsjährige seinen Fund. "Kellerasseln gibt es zur Zeit hier wie Sand am Meer", fügte Jürgen Heuser hinzu. Durch ihren Panzer könnten Asseln auch Trockenheit überstehen und müssten nicht sofort in den Boden flüchten. Einen ziemlich flinken Käfer hat der achtjährige Simon entdeckt. "Was ist das denn für ein Käfer?", fragte Simon. "Das ist ein Laufkäfer, der kann zwar nicht mehr fliegen, dafür aber umso schneller laufen", erklärte der Leiter der Biologischen Station.Würmer anknabbern Paul machte eine weitere Entdeckung. Er hat den ersten Erdläufer an diesem Tag gefunden. Dieses Tier sei ein Räuber. Sie jagten andere Tiere. "Er krabbelt in die Gänge der Regenwürmer und knabbert sie an", erklärte der Diplom-Biologe. Erdläufer, Saftkugler und Springschwänze sind weitere Krabbeltiere, die es in den Böden Bochums gebe. Hinter den Begriffen verstecken sich Tausendfüßer und Sechsfüßer.

Auch Moos-Skorpione gibt es in Bochum. "Die werden nur zwei bis vier Millimeter groß, sind eigentlich Spinnen und sehen nur so aus wie Skorpione", beruhigt Jürgen Heuser.