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Kinder geben seit zehn Jahren den Ton an

KIRCHLINDE "Kinder an die Macht" heißt ein Hit von Herbert Grönemeyer. Fast könnte dies der Slogan des Falken- Kinder- und Jugendtreffs Kirchlinde sein.

von Von Beate Dönnewald

, 29.08.2008
Kinder geben seit zehn Jahren den Ton an

In den vergangenen zehn Jahren hat sich für kinder und Jugendliche vieles verändert: Der Spaß am Stockbrotrösten ist aber geblieben.

Denn: "Bei uns geben die Kinder und Jugendlichen den Ton an. Sie sind die Hauptdarsteller, die wir sehr ernst nehmen", bringt Einrichtungsleiter Leiter Michael Rehberg die Falken-Philosophie auf einen kurzen Nenner..

Vor zehn Jahren hat das Falken Bildungs- und Freizeitwerk Dortmund die Einrichtung an der Westerwikstraße aus der Trägerschaft des Jugendamtes übernommen. Dieser runde Geburtstag wurde am Donnerstag mit einem gut besuchten Fest rund um die alte Kochschule, in der der Jugendtreff beheimatet ist, gefeiert.

"Allerdings müssen viele Kinder und Jugendliche erst mal lernen, sich zu äußern und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu formulieren", hat Michael Rehberg beobachtet, dass die jungen Leute sich eigentlich gar nicht ihrer "Macht" bewusst sind. Deshalb sei vor zwei Jahren ein neues Modell eingeführt: "Wir setzen uns regelmäßig mit den Kindern und Teenies zusammen, lassen gemeinsam den Tag Revue passieren und machen auch einen Ausblick auf die kommende Zeit", berichtet der Sozialarbeiter.

Spiel und Sport

Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Natürlich wird im Jugendtreff nicht nur geredet, vielmehr haben die jungen Besucher auch ausreichend Möglichkeiten, Sport zu treiben, kreativ zu werden und zu spielen. Mal wird ein Muttertagsgeschenk oder herbstliche Deko gebastelt, mal ein Kicker- oder Tischtennisturnier veranstaltet und mal werden die eigenen Räume in dem über 100 Jahre alten Gebäude, an dem deutlich der Zahn der Zeit genagt hat, neu gestaltet.

Die Falken haben den Anspruch, dass aus ihren jungen Besucher kritisch denkende Menschen werden, besonders mit Blick auf den Rechtsradikalismus. Demokratisches Grundwissen, soziale Kompetenz und gegenseitiger Respekt seien auf diesem Weg wichtige Bausteine.

Schwellenängste

"Wir geben aber keineswegs eine parteipolitische Richtung vor", betont Rehberg. Vielmehr ginge es auch darum, Schwellenängste abzubauen, etwa bei Jugendlichen, die zum ersten Mal wählen dürfen, oder sie überhaupt für politisches Geschehen zu sensibilisieren, etwa durch regelmäßige Zeitungslektüre. Beim bunten Geburtstagsfest stand aber ganz allein der Spaß im Vordergrund. Dafür sorgten u.a. eine Buttonmaschine, Kreativangebote, Spiel- und Jonglageaktionen sowie der obligatorische Kicker.

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