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Kinderschänder suchte Opfer im Internet

Fünf Jahre Haft

Zu fünf Jahren Haft hat das Bochumer Landgericht einen Mann (33) verurteilt, der Kinder erpresst hatte, Sexfilme zu drehen. Zusammen mit einem Bochumer Komplizen (19) hatte der Berliner über soziale Internet-Netzwerke wie SchülerVZ und msn Kontakt zu zwei Opfern geknüpft. Das relativ milde Urteil verdankt der einschlägig vorbestrafte Mann seinem Geständnis.

BOCHUM

von Von Tom Eder

, 31.08.2010
Kinderschänder suchte Opfer im Internet

Von Berlin aus hatte der Angeklagte seinen Bochumer Komplizen, der die Kinder in den Videos auch teilweise selbst missbrauchte, quasi dirigiert. So gab er bei einzelnen Videosequenzen fast schon Regieanweisungen.  

Ein Opfer (14) wurde dann mit den Aufnahmen zum weitermachen erpresst und später sogar dazu genötigt, seinen kleinen Bruder dazu zu holen. Der Berliner ist schon einschlägig vorbestraft. Schon 2005 wurde er wegen Missbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt, die er voll verbüßte. Doch das schien ihn nicht abzuschrecken. Im Gegenteil, mit diesen Taten, so das Gericht, habe er eine neue Dimension erreicht. „Das stimmt bedenklich.“

Dennoch wollte das Gericht die Hoffnung nicht aufgeben und erteilte damit auch einer möglichen Sicherungsverwahrung eine Absage. Der Berliner sei noch jung und der Drang noch nicht so verfestigt.   Vor allem setzten die Richter ihre Hoffnung auf eine langjährige Therapie, zu der sich der Verurteilte bereit erklärt hatte. Gleichwohl mahnte das Gericht: „Sie müssen sich das auch anhören.“