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Kinderwagen-Brandstifter kann auf Milde des Schwurgerichts hoffen

Feuer-Prozess

Weil seine Freundin ihn verlassen hatte, zündete der 27-Jährige ihren Kinderwagen im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in Huckarde an. Jetzt droht dem Brandstifter möglicherweise doch keine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Der Psychiater sieht außerdem keine hohe Gefährlichkeit mehr.

HUCKARDE

11.11.2014

Wie das Dortmunder Schwurgericht am Dienstag (11. November) signalisiert hat, könnte der Fall von Mai 2014 auch als Sachbeschädigung und fahrlässige Körperverletzung gewertet werden. Auch eine unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie muss der 27-Jährige nicht mehr befürchten. Der vom Gericht beauftragte Psychiater ist nun zu einem anderen Ergebnis gekommen. Der Angeklagte leide zwar an einer Borderline-Störung, von einer hohen Gefährlichkeit könne aber keine Rede mehr sein. Die Tat habe ihn erschüttert, eine Wiederholungsgefahr sei nicht gegeben.

Der 27-Jährige hatte im Hausflur eines Mehrfamilienhauses den Kinderwagen seiner Freundin angezündet. Die Nachbarn hatten das Feuer aber noch rechtzeitig entdeckt und mit Müll gelöscht. Nur ein älterer Herr soll sich am Fuß verletzt haben, weil er aus dem Fenster gesprungen war. Der Angeklagte hat die Tat gestanden, an die Bewohner will er jedoch nicht gedacht haben. Das Urteil fällt voraussichtlich am 28. September.

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