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Kinemathek sucht Wende-Zeitzeugen

Berlin (dpa) Für den Aufbau einer Internet-Datenbank über die Wendezeit sucht die Deutsche Kinemathek Zeitzeugen. Das Projekt mit dem Titel «Wir waren so frei... - Momentaufnahmen 1989/1990» soll am Ende tausende Fotos, persönliche Berichte und Privatvideos umfassen.

Kinemathek sucht Wende-Zeitzeugen

Am 11.11.1989 stehen DDR-Grenzposten auf der Mauer, während sich auf West-Berliner Seite Fotografen und Kameraleute aus aller Welt eingefunden haben.

«Wir haben noch nicht genug Material», sagte Peter Jammerthal von der Kinemathek der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bislang seien rund 1000 Fotos abgegeben worden. Filmmaterial sei erst spärlich eingetroffen, obwohl es vor allem in der DDR eine rege Schmalfilm-Szene gegeben habe.

Den persönlichen Erlebnissen von Deutschen aus Ost und West sollen später Aufnahmen von Dokumentarfilmern und die Berichterstattung internationaler Medien gegenüber gestellt werden. Vom 1. Mai 2009 an wird eine Auswahl der Zeitzeugen-Dokumente auch in einer Ausstellung im Berliner Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz zu sehen sein.

Was 1989 mit Protesten gegen Wahlfälschung und der massenhaften Flucht der Menschen in die Bundesrepublik begann, führte zu landesweiten, immer größeren Demonstrationen, schließlich zum Fall der Mauer und 11 Monate später zur deutschen Einheit. Die Kinemathek suche nun private Filme und Fotos aus der Zeit von Mai 1989 bis Dezember 1990, sagte Jammerthal. Dazu sollen die Zeitzeugen ihre eigene Wende-Geschichte erzählen und Kommentare zum Geschehen abgeben.

«Das können Bilder von Demonstrationen sein, von Kundgebungen und Versammlungen, von Flüchtlingen, von der Nacht des 9. November, aber genauso auch Bilder vom ersten Besuch auf der anderen Seite der Grenze, von ersten Familientreffen, vom Glück der Freiheit, von banger Erwartung, von Sorge und Hoffnung», heißt es in dem Aufruf der Kinemathek.

www.wir-waren-so-frei.de

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