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Aus 140 Meter Höhe überschaut Wolfgang Maiswinkel die Gegend

Feuerwächter

KIRCHHELLEN Über 20 Jahre auf dem Turm Els aktiv, verrichtet Wolfgang Maiswinkel seit Anfang April auf der Halde seinen Dienst.

von Von Holger Steffe

, 12.08.2010

„Früher waren es die Spaziergänger, heute eher die Ausflügler mit dem Rad, die mich oben auf der Halde besuchen und mit denen man ins Gespräch kommt“, erzählt der 63-jährige Bottroper. Erfreut berichtet er auch, dass sich die gute Isolierung der Feuerwachkabine im Juli mit bis zu 40° Celsius schon bewährt hat. „Mir ist selbst oben unter dem Dach nicht so heiß geworden wie früher unter der schwarzen Dachpappe auf dem Holzturm am Alten Postweg“, weiß er zu berichten.

Positiv ist auch, dass er nicht mehr über 70 Stufen hochsteigen muss, sondern nur über eine kurze Leiter an seinen Arbeitsplatz im ersten Stock gelangt. Seit einem Jahr steht die Feuerwachkabine auf der Halde Haniel in Bottrop. Als Ersatz für den abgebauten Feuerwachturm Els installierte der Regionalverband Ruhr (RVR) die zweistöckige Aussichtskanzel. Sie liegt mit 140 Meter über dem Erdboden weit höher, als der ehemalige, hölzerne Turm, und ermöglicht dem Feuerwächter einen guten Überblick über die Forstgebiete Els, Fernewald, Kirchheller Heide und den Staatsforst Wesel.

Je nach Wetterlage und in Absprache mit Förster Adamiak besetzt Wolfgang Maiswinkel die Feuerwachkabine von April bis Ende September von 11 bis 19 Uhr. Seine letzte Brandmeldung liegt, wie er sagt, „Gott sei Dank schon vier Jahre zurück“. Brandstifter hatten am Elsweg einen Waldbrand entfacht. Seine Arbeitsgeräte sind ein Fernglas mit eingebautem Kompass, eine von RVR und Feuerwehr erarbeiteten Waldbrandkarte und ein Handy.

„Die Karte“, so RVR-Förster Volker Adamiak, „ist speziell angefertigt worden. Die Feuerwehr weiß bei einem Einsatz, wo sie einen Allrad betriebenen Unimog einsetzen muss, oder ob sie mit ihren normalen Löschfahrzeugen an den Brandherd gelangt. Außerdem ist dort gekennzeichnet, wo ein Hydrant zu finden ist.“ Zur Zeit besteht nahezu keine Gefahr für den Wald rund um den Heidesee. „Das liegt zum einen am Wetter, der Regen hat die Pflanzenzellen wieder aufgefüllt, zum anderen am hohen Laubbaum-Bestand“, erklärt Forstfachmann Volker Adamiak.

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