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Bei Selbstverteidigung kommt es auf die Technik an

Outdoorseminar

Was ist zu tun, wenn man durch einen Würgegriff in Schach gehalten wird? Wir rettet man sich, wenn man am Boden liegend überraschend angegriffen wird? Auf diese Fragen bot das Outdoorseminar der Krav Maga-Gruppe der TSG Kirchhellen Samstag praktische Antworten.

KIRCHHELLEN

von Von Astrid Mohr

, 30.08.2010
Bei Selbstverteidigung kommt es auf die Technik an

Die Selbstverteidigungsstrategie »Krav Maga« aus Israel ist einfach, schnell und effizient.

Die Selbstverteidigungsstrategie aus Israel, Krav Maga (dt. = Kontaktkampf), bietet klare Vorteile gegenüber anderen Kampfkünsten: Sie ist einfach, schnell und effizient. Weder langjährige Kampferfahrung noch immense Kräfte sind notwendig, um einen Angreifer außer Gefecht zu setzten. Nur auf die richtige Technik kommt es an. „Wir setzen auf die natürlichen Reflexe des Menschen, die nicht lange antrainiert werden müssen und darum auch unter Stress anwendbar sind“, erläutert Manfred Goretzki von der TSG Kirchhellen das Konzept der Krav Maga. Nicht das ausgefeilte und komplexe Verteidigungssystem hilft in der Notsituation, sondern nur eine Technik, die auch im Schockzustand einfach und schnell angewandt werden kann. Und genau da setzt Krav Maga an.

An dem Seminar nahmen rund 30 Personen im Alter von 16 bis 50 Jahren teil und auch internationale Gäste waren an diesem Wochenende angereist. Zehn Männer aus Irland, darunter auch der Präsident der „International Krav Maga Association“, Stephen McGregor, nahmen das Programm der Kirchhellener wahr. Den Kontakt hat Seminarleiter Franz Zolta hergestellt, der in ganz Europa Krav Maga-Training erteilt und Anfang des Jahres auch im irländischen Limerick zu Gast war. Krav Maga kann übrigens jeder lernen. Bereits in Kindergruppen für Sechs- bis Zehnjährige wird auf spielerische Art gezeigt, wie man sich in Gefahrensituationen richtig verhält. „Da beginnen wir beispielsweise mit der Schulung der Stimme, damit die Kinder lernen, sich lautstark bemerkbar zu machen“, so Trainerin Petra Goretzki.

Bei den Erwachsenen geht das Training bis zum Umgang mit Schusswaffen. Nicht zum eigenen Gebrauch versteht sich. „Aber um einen Gegner entwaffnen zu können, muss man erst einmal wissen, wie so ein Gerät funktioniert“, erklärt Manfred Goretzki. Auch wenn die Seminarteilnehmer die erlernten Techniken hoffentlich nie im Alltag anwenden müssen, zahlt sich das Training trotzdem aus. „Man erhält ein viel sicheres Auftreten, wenn man weiß, dass man sich im Notfall verteidigen kann“, weiß Petra Goretzki aus eigener Erfahrung.

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