Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Die letzte Ausstellung vor der Jubiläumswoche

"Spuren" auf dem Hof Jünger

KIRCHHELLEN "Spuren" ist der Titel der Ausstellung die am Sonntagvormittag im Kulturzentrum Hof Jünger in Kirchhellen eröffnet wurde. Sie ist die letzte Werkschau, bevor der Hof Jünger im September mit einer Jubiläumswoche sein 25-jähriges Bestehen als Kulturzentrum feiert.

von Von Ralf Pieper

, 08.08.2010
Die letzte Ausstellung vor der Jubiläumswoche

Die Ausstellung »Spuren« von Ulla Schuster, Annegret Klack und Gisela Krolak (v.l.) ist die letzte Werkschau vor der großen Jubiläumswoche auf dem Hof Jünger.

Die Gründung einer Bürgerinitiative im Jahr 1985 bewahrte den ehemaligen Bauernhof vor dem Abriss. Der Umbau konnte mit Landesmitteln, Zuschüssen der Stadt Bottrop, Spenden und Eigeninitiative finanziert werden und 1991 fand die offizielle Einweihung statt. Heute ist das Hauptgebäude des Kulturzentrums ausgebucht. Maler, Musiker und andere Künstler, aber auch das Standesamt, die Volkshochschule und Vereine haben hier ein „Zuhause“ gefunden.

Vom 12. bis 19. September feiert der Hof Jünger sein Jubiläum, beginnend mit einem großen Bürger-Frühschoppen. Lesungen mit Kirchhellner Geschichten und solchen aus dem Ruhrgebiet, eine literarische Begegnung zwischen Heinrich Heine und Ephraim Kishon, Jiddische Lieder, ein Bauernmarkt, ein Jazzfrühschoppen und diverse Ausstellungen werden in der Jubiläumswoche viele Kirchhellener Bürger und Freunde des Hofes anziehen. Theateraufführungen für Kindergärten, Grundschulen und auch für Erwachsene runden das Programm ab.

Bei der aktuellen Ausstellung  begeben sich drei befreundete Künstlerinnen mit sehr persönlichen Werken auf Spurensuche. Trotz unterschiedlicher Ergebnisse, haben alle Werke die Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Form gemeinsam. Textile Collagen von Annegret Klack und Gisela Krolak und die abstrakte Malerei von Ulla Schuster hinterließen „Spuren“ bei den Ausstellungs-Besuchern und wurden kontrovers diskutiert. Während die Mehrheit positiv und mit Begeisterung auf die Werke reagierte, gab es auch diejenigen, die keinen Zugang zu den Bildern der drei Künstlerinnen fanden. Aber gerade die Vielfalt der Interpretationsmöglichkeiten macht diese Ausstellung sehenswert und, wie die abstrakte Kunst im allgemeinen, spannend. Bilder, die durch klare, nüchterne Formen und zurückhaltende Farben, Ruhe ausstrahlen, wechseln sich mit Werken ab, die mit Signalfarben und zufälligen Linien, Spannung und Unruhe erzeugen. 

Lesen Sie jetzt