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Ein Blick hinter die Kulissen

Movie Park

KIRCHHELLEN Morgens um acht liegt Ruhe über dem Movie Park. Noch zwei Stunden, bis die Besucher kommen. Hinter den Kulissen allerdings läuft der Betrieb auf Hochtouren. Seit 6 Uhr sind Mechaniker, Schreiner und Techniker auf ihrer täglichen Inspektionstour.

von Von Martina Möller

, 03.08.2010
Ein Blick hinter die Kulissen

Unsere Leser durften einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Movie Parks wagen.

Heute dürfen unsere Leser Norbert Frochte beim Sicherheits-Check begleiten. Er ist für das reibungslose Funktionieren der Steuerungstechnik an den Fahrbetrieben, der Telefonanlage und der Brandmeldezentrale zuständig. Für Technikfan Tom (14) geht damit ein Herzenswunsch in Erfüllung. Der Schüler aus Oer-Erkenschwick ist ein echter Freizeitparkfan. Er kennt sich aus in den Vergnügungsoasen vom Schwarzwald bis zur Nordsee. Im Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen ist er regelmäßig zu Gast.

Der Freizeitpark ist in vier Abschnitte unterteilt, für deren Wartung und Sicherheit jeweils vier Mitarbeiter des technischen Bereichs zuständig sind. „Die Überprüfungen finden in verschiedenen Intervallen statt“, erklärt Norbert Frochte. Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Anlagen werden bei der täglichen Inspektion kontrolliert, zum Beispiel am MP-Express: Die große Stahl-Achterbahn gehört zu den beliebten Attraktionen und ist seit dem Jahr 2000 in Betrieb.   Hier legen die Mechaniker besonderes Augenmerk auf Räder, Lager, Rollen und auf die Sicherheitsbügel an den Waggons. Mitarbeiter Daniel steht auf der Hebebühne und überprüft die pneumatischen Bremseinheiten, zehn Stück sind es an der Zahl. 38 Sekunden Nervenkitzel bietet die Achterbahn ihren Fahrgästen, die rasante Berg- und Talfahrt mit Looping führt bis in 30 Meter Höhe.

Da ist Sicherheit oberstes Gebot. Nebenan auf der Holzachterbahn „Bandit“ sind die Schreiner unterwegs. Jeden Tag gehen sie, mit einer Leine gesichert, Meter für Meter der 1100 Meter langen Strecke ab und prüfen, ob alle Schrauben festsitzen oder ob irgendwo Verschleißerscheinungen zu erkennen sind. Zweieinhalb bis drei Stunden sind sie damit beschäftigt. Helmut Kleinkes steht begeistert mitten auf einer Wiese zwischen den riesigen Holzgerüsten: „Eine echte Meisterleistung der Konstrukteure“, stellt der Oer-Erkenschwicker anerkennend fest. Anke Buschmann ist mit Tochter Lena (10) und deren Freundin Vicky (11) gekommen. In den „High Fall“ traut sich die Marlerin nicht. Dafür dürfen die Mädchen einmal tun, was Parkbesucher sonst verwehrt ist.

„Kommt, wir lassen ihn mal fallen“, ermuntert Norbert Frochte die beiden und zeigt auf den entscheidenden Knopf. Aus 60 Metern Höhe saust das ringförmige Gefährt Richtung Erde – dann wird der „Freie Fall“ von Magnetbremsen sanft entschleunigt. „Diese Bremsen sind nicht nur zuverlässig sondern auch wartungsfrei“, erklärt Frochte. Die Stunt-Show und das Horrorlabyrinth sind weitere Stationen auf dem Rundgang, und die Gäste staunen nicht schlecht, wie viel raffinierte Technik sich hinter den bunten Fassaden verbirgt. In einigen Fahrgeschäften dürfen sie vor dem offiziellen Betriebsbeginn zusteigen. Als größte Herausforderung erweist sich der Flugsimulator, von außen aus dem Kontrollraum betrachtet eine große Kabine auf sechs Hydraulikbeinen, von innen Abenteuer pur. Es ist 10 Uhr, die Tagesgäste strömen in den Park. Unsere Leser erkunden weiter die Attraktionen, jetzt allerdings vor den Kulissen.

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