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Erntekrone schmückt den Wagen

KIRCHHELLEN Zum Jubiläumsumzug der Brezelbrüder haben sich einige Clubs und Vereine gemeldet, die sich außer der Reihe daran beteiligen, aber auch alte Bekannte sind wieder dabei.

von Von Yvonne Dziabel

, 15.08.2008
Erntekrone schmückt den Wagen

Die Brezelbrüder trafen sich bei Schulte-Pelkum und präsentierten ihren Wagen.

So ist zum Beispiel auch der Heimatverein zur Erhaltung alten Brauchtums und Förderung ländlicher Lustbarkeiten am Start. Es ist der Verein des amtierenden Brezelkönigs Jupp I. und die Männer sind schon seit 1987 beim Umzug mit dabei. "Wir sind vorher schon immer auf anderen Wagen mitgefahren, aber dann haben wir es endlich geschafft, einen eigenen Wagen zu bauen", erklärte Heinrich Brahm. Der Holzwagen erinnert wie schon in den letzten Jahren an den Ursprung des Festes.

"Früher haben die Brezelbrüder auch einfache Karren genommen und sind mit ihnen herumgefahren. Wir verkleiden den Wagen immer mit Stroh von innen und außen, dass wir von Bauern aus Kirchhellen bekommen", so Heinrich Brahm weiter.64 000 Ähren

Bereits im Juni hatten die Arbeiten dazu begonnen. Eine Erntekrone mit insgesamt 64 000 Ähren wurde gebastelt, die mit einer Stange über den Wagen gehängt wird. Außerdem mussten die Holzräder bewässert werden, damit sie sich ausdehnen und im Eisenrahmen halten.

Momentan fehlt dem Wagen noch ein Strohbogen am Einstieg und der "Öhm ute hei". Das ist eine Strohpuppe, die uriniert. "Wir können mit dem Öhm Wasser spritzen. Das ist immer ein witziger Gag, der den Zuschauern gefällt", witzelte Heinrich Brahm. Wer wasserscheu ist, sollte demnach genügend Abstand zum Wagen halten, denn der Öhm kann bis zu acht Meter weit spritzen. Da der Wagen jedoch nicht allein fährt, wird ihm noch ein Trecker von 1947 vorgespannt und dann steht dem Umzug nichts mehr im Weg.Ein wenig umgeplant

In diesem Jahr musste der Heimatverein jedoch ein wenig umplanen. "Wir machen uns beim Bauen immer einen gemütlichen Abend. Gemeinschaft wird bei uns groß geschrieben und jeder hat seine Aufgabe", erklärte Heinrich Brahm.

So musste nach dem letzten Brezelfest umgeplant werden, da der für die Grillwaren zuständige Jupp als König natürlich ausfiel. "Wir sind froh, wenn wir ihn nach dem Fest wieder haben", meinte Heinrich Brahm. Das hörte der amtierende König Jupp I., der zur Wagenabnahme angereist war, natürlich gern und stieß mit seinen Mannen an.

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