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Fröhliches Lachen im Sattel

KIRCHHELLEN Eine Aussage stand früher in vielen Poesiealben geschrieben und scheint auch heute noch zu zutreffen: Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

von Von Yvonne Dziabel

, 08.08.2008
Fröhliches Lachen im Sattel

Zum zweiten Mal war der siebenjährige Simon beim Reitspaß dabei.

Denn glücklichere und strahlendere Gesichter als in den letzten Wochen am Rotthoffs Hof sind sonst nicht so einfach anzutreffen. Zum 16. Mal konnten nämlich behinderte Kinder und Jugendliche am Ferienreitspaß teilnehmen, zum ersten Mal bei der Diakonie in Kirchhellen. Zweimal wöchentlich fanden sich insgesamt 48 Pferdefans in kleineren Gruppen am Hof ein. Von Berührungsängsten war keine Spur.

Der siebenjährige Simon war schon zum zweiten Mal beim Reitspaß dabei und lachte fröhlich, während seine Betreuerin ihn auf dem Pferd herumführte. Da ging es über eine kleine Brücke, eine niedrige Wippe und einen schmalen Steg. In den Händen hielt Simon bunte Tücher, mit denen er begeistert winkte. Auch die 14-jährige Michelle genoss das Reiten. „Man sitzt schön hoch und am meisten Spaß macht es, wenn das Pferd langsam im Schritt geht“, freute sie sich. Michelle saß nicht zum ersten Mal auf einem Pferd und ist immer wieder begeistert von den Tieren. „Die sind schön groß und stark“, meinte sie.

Da jedoch nicht alle Kinder so mutig wie Michelle sind, stand zu Beginn der heilpädagogischen Reitübungen die Kontaktaufnahme zum Pferd, damit Ängste überwunden werden. Anschließend wurden Selbst- und Fremdwahrnehmung der Kinder überprüft, damit im Sattel nichts passiert.

Insgesamt stehen am Rotthoffs Hof sechs Pferde zur Verfügung. „Das Kleinste ist gerade einen Meter groß“, erklärte die leitende Reitpädagogin des Rotthoffs Hofs, Sabine Ridderskamp.

Der krönende Abschluss des Reitvergnügens war ein kleiner Geländeritt auf dem „Reitweg der Sinne“, den das pädagogische Reitteam auf dem Gelände angelegt hatte. „Besonders für Kinder im Rollstuhl ist die Erfahrung auf dem Rücken eines Pferdes durch die Natur zu reiten ein ganz besonderes Erlebnis“, berichtete Sabine Ridderskamp.

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