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Geschäftsleute fordern Hilfe

KIRCHHELLEN Vor neun Monaten ist der Kaufpark nun schon vom Schulze-Delitzsch-Platz an die Rentforter Straße gezogen. Auch das Bekleidungsgeschäft Andy‘s hat in der Zwischenzeit seine zweite Filiale am Platz geräumt. Die Räume stehen weiterhin leer.

von Von Yvonne Dziabel

, 07.08.2008
Geschäftsleute fordern Hilfe

Weil Kaufpark vom Schulze-Delitzsch-Platz weggezogen ist, bummeln weniger Menschen durchs Dorf.

Die Geschäftsleute der verbleibenden Betriebe sind verärgert. „Wir hatten uns Hilfe von der Bezirksverwaltung erhofft, denn so wie es momentan aussieht, bleiben immer mehr Kunden fern“, erklärte Monika Matthes von der gleichnamigen Bücherstube. Sie und ihre Kollegen, beispielsweise aus dem Sonnenstudio sowie aus dem Nagelstudio, hatten sich bereits im Frühjahr beklagt, dass der sonst so belebte Platz eher einer Geisterstadt gliche. Im Winter war selbst der große Parkplatz verwaist geblieben, da dort kaum Beleuchtung zu finden ist und die Dorfbesucher sich lieber einen Stellplatz auf der Hauptstraße suchten.

„In der Zwischenzeit habe ich auch von einigen Geschäftsleuten an der Hauptstraße gehört, die sich beklagen, dass ihnen die Kunden wegbleiben“, berichtete Monika Matthes. Eine simple Erklärung dafür gibt es ebenfalls. Früher hätten die Besucher den Einkauf im Kaufpark noch zu einem Bummel durch das Dorf genutzt.

Auch wenn der große Lebensmittelmarkt nur ein paar hundert Meter weiter gezogen ist, würden viele Kunden nun mit dem Auto dorthin fahren und anschließend direkt wieder nach Hause. „Die meisten kommen dann eben nicht nochmal ins Dorf“, so Monika Matthes. Deshalb müsse dringend etwas passieren. Die Kaufleute hoffen weiterhin auf Hilfe der Bezirksverwaltung, die sich um Nachmieter und bessere Standortbedingungen, wie beispielsweise eine ausreichende Lichtanlage für den kommenden Herbst und Winter kümmern soll. „Das Schlimme an der Sache ist auch, dass wir nicht erfahren, wie es hier weiter gehen soll“, klagte Monika Matthes. Die Bezirksverwaltung hat den Schulze-Delitzsch-Platz keineswegs vergessen.

Bezirksbürgermeisterin Margot Hülskemper suchte bereits mehrfach und hartnäckig Gespräche mit dem Kaufpark-Betreiber, der jedoch noch an den Pachtvertrag gebunden ist. „Solange die Räumlichkeiten dort noch verpachtet sind, kann ja kein neuer Mieter rein“, erklärte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Bernhard Steinmann auf unsere Anfrage. „Wir haben uns schon oft über die Situation dort unterhalten und nach Lösungen gesucht, doch letztlich sind uns die Hände gebunden, weil wir keinen Einfluss darauf haben, wer später in die Räumlichkeiten einzieht“, räumte er ein. Sollte der Pachtvertrag mit dem Kaufpark noch weiter bestehen bleiben und bis Herbst kein Nachfolger gefunden werden, verspricht die Bezirksverwaltung aber Hilfe. „Wir werden auf jeden Fall dafür sorgen müssen, dass es dort mehr Licht gibt“, versprach Steinmann.

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