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Hauptschule Kirchhellen soll Sekundarschule werden

Empfehlung an Schulausschuss

Die Matthias-Claudius-Schule soll aufgelöst und von der Johannesschule übernommen werden. Die Feldhausener Schule wird dann Teil der Johannesschule. Die Hauptschule soll als dreizügige Sekundarschule weitergeführt werden.

Kirchhellen

von Von Berthold Fehmer

, 22.06.2012

Diese Empfehlungen gab Wolf Krämer-Mandeau von der Projektgruppe Bildung und Region dem Schulausschuss nach seiner schonungslosen Analyse der gesellschaftlichen, demographischen und pädagogischen Entwicklungen. „Kirchhellen überaltert sehr stark“, machte er deutlich.

Man müsse auf der anderen Seite aber die vielen Neubaugebiete gegenrechnen. „Die Hauptschule hat keine Zukunft in den Herzen und in den Köpfen der Eltern“, so Krämer-Mandeau. „Die Hauptschule Kirchhellen hat davon gelebt, dass die Wege weit waren. Aber auch in Kirchhellen werden die Lichter ausgehen.“ Für die Weiterführung als Sekundarschule spreche die hohe Übergangsquote, die starke Bindung im Ort zur Hauptschule. Außerdem könne es der Sekundarschule gelingen, potenzielle Auspendler zu binden. Denn Bottrop hat eine negative Pendlerbilanz.

50 Kinder fahren derzeit jeden Tag nach Gladbeck zur Schule, im Gegenzug kommen zehn aus Gladbeck zurück. Krämer-Mandeau in Richtung Schulausschuss: „Sie müssen überlegen, was Sie besser darstellen können. In Gladbeck wird auch nur mit Wasser gekocht.“ Bei den Grundschulen könne man bereits jetzt erkennen, dass in Kirchhellen „aus acht sicheren Klassen sieben unsichere werden.“ Die Klassengröße müsse künftig durchschnittlich mindestens 22,5 Schüler betragen. Bei einer Schule weniger könnten die anderen ein gutes Überleben haben – gleichzeitig bessere pädagogische Bedingungen bieten und sich für Inklusion rüsten. Härter als Kirchhellen wird es die Bottroper treffen. Denn dort wurden zahlreiche Schulschließungen vorgeschlagen. Nun will die Politik mit Bürgern und Lehrern ins Gespräch kommen.

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