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Hündin adoptiert Katzenbabys

Kleines Wunder

Ein altes Vorurteil besagt, dass sich Hund und Katze oft spinnefeind sind. Das Gegenteil beweist Hündin Mika aus Kirchhellen derzeit: Sie hat drei mutterlose Katzenbabys unter ihre Fittiche genommen und kümmert sich aufopferungsvoll um die kleinen Tiger.

Kirchhellen

, 12.11.2014
Hündin adoptiert Katzenbabys

Friedlich trinken die kleinen Katzenbabys bei ihrer Ersatzmama.

Als die Tür zum Zimmer langsam aufgeht und Hündin Mika endlich zu ihren Katzenbabys darf, gibt es auf beiden Seiten kein Halten mehr. Sofort legt sich die sechsjährige Hündin in ihre Box und lässt die Kleinen bei sich trinken. Und nicht nur sie scheint die Situation mit halb geschlossenen Augen sichtlich zu genießen, auch die rund neun Wochen alten Kätzchen saugen entspannt und sind kurz darauf eingeschlafen. „Vor einigen Wochen rief mich eine Arbeitskollegin vom Deutschen Roten Kreuz an und erzählte, dass sie kleine Katzenbabys gefunden habe“, erzählt Birgit Flick. Im Vorbeifahren waren ihr in der Nähe der Münsterstraße die mutterlosen Tiere im Straßengraben aufgefallen. Sie sammelte sie ein und brachte sie zu Birgit Flick, die sich schon lange im Bereich Tierschutz engagiert.

„Die Augen waren verklebt und die Kleinste musste mit der Spritze aufgepäppelt werden. Die Nacht hätte sie alleine auf der Straße nicht überlebt“, erinnert sich Flick. Eher zufällig kam Hündin Mika dazu und begann sofort, die Kätzchen abzuschlecken. Da sie vor einigen Jahren schon einmal Ersatzmama für Katzenkinder gespielt hatte, hoffte Birgit Flick, dass es vielleicht noch einmal klappen könnte. Und siehe da: Bereits nach einem Tag hingen die Katzen an den Zitzen der Hündin und tranken – und das, obwohl Mika selbst noch nie Welpen geworfen hat. „Wir brauchten nur noch etwas zufüttern. Das hat das Ganze natürlich enorm erleichtert“, so Flick.

Spätestens nächste Woche werden alle drei in gute Hände vermittel. Eine Katze bleibt in der Verwandtschaft, zwei finden bei Arbeitskollegen ein neues Zuhause. „Somit sind sie ja nicht ganz aus der Welt“, sagt Birgit Flick. Mit ihrer ungewöhnlichen Hunde-Katzen-Geschichte landete die Familie jetzt sogar in der „Lokalzeit Ruhr“ im WDR-Fernsehen. Am 31. Oktober lief dort ein kurzer Beitrag über Mika und ihre Katzen unter der Rubrik „Das tollste Tier“. 

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