Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Im Movie Park zeigten Cosplayer fantasievolle Kostüm-Vielfalt

Cosplay-Tag

„Raus aus dem Alltag“ hieß es am Samstag (23.6.) im Movie Park Germany. Der erste Cosplay-Day war ein voller Erfolg. Da trafen Klingonen auf Poison Ivy oder Yondu auf Dante.

Kirchhellen

, 24.06.2018
Im Movie Park zeigten Cosplayer fantasievolle Kostüm-Vielfalt

Bei der Parade brachten 300 Cosplayer in ihren kreativen Kostümen die Gäste des Movie Parks zum Staunen.

Rund 300 Cosplayer aus ganz Deutschland trafen sich und präsentierten sich als Superhelden aus Film, Fernsehen, Comics, Mangas oder Videospielen. Mit dabei Spiderman, Superwoman, Poisen Ivy, Hobbits, Klingonen aus Star Trek, Imperiale Krieger aus Star Wars, Aliens, Predators und viele mehrt. Es war bunt in den Straßen des Movie Parks.

Kostümierung auf höchstem Niveau

„Das Fremde“ – und wenn auch nur fremd in der Wahrnehmung anderer – ist ganz wichtiger Bestandteil von Cosplay. „Ich liebe es, in meiner Rolle als Poison Ivy böse sein zu können“, beschreibt Charlotte Scheurle (24), Studentin aus Münster. „Es fing damit an, dass ich für Karneval Kostüme gebastelt habe“, erzählt Jason John Prince (27) aus Paderborn, der Link aus dem Computerspiel Legend of Zelda darstellt. „Seitdem brennt es mir in den Fingern.“ Cosplay ist Kostümierung auf höchstem Niveau. Das hat nichts mit Karneval zu tun – da rümpfen Cosplayer empört die Nase. Ihre Inszenierungen folgen nicht der ritualisierten Vereinskultur von Garden und Funkenmariechen, der Fundus ihrer Kostümideen ist die Populärkultur der ganzen Welt.

„An den beiden Klingonen-Kostümen für meine Freudin und mich habe ich insgesamt drei Jahre gebastelt“, sagt Nadja Rödiger (40) aus Hemer. Sie und ihre Freundin stellen die Duras-Sisters aus Star Trek dar. „Die Kostüme wurden anhand von Anleitungen auf YouTube und natürlich den Filmszenen als Vorlage immer weiter perfektioniert.“ Chiara Kett (25) aus Dortmund: „Als Cosplayer bewahre ich mir meine Kindheit. Ich bin einfach glücklich, wenn ich mein Yondu-Kostüm aus dem Computerspiel Guardians of the Galaxy trage.“

Grenzenlos bunte Kreativität

Eine grenzenlos bunte Kreativität, die nichts gemein hat mit den Uniformen der Marktgesellschaft, prägte am Samstag die Straßen im Movie Park. Keine Kostüme von der Stange, alles war mit unglaublicher Detailgenauigkeit selbst gebastelt. Es ist der individuelle Auftritt, der Cosplay ausmacht, wie exakt jemand eine Figur aus Kino, Fernsehen, Computerspiel, Manga oder Comic nachstellt. Der Lohn: die Komplimente anderer Cosplayer und des Publikums. Die Besucher ließen sich mit den Cosplay-Darstellern fotografieren und nahmen an den Workshops teil, in denen man in die Welt der Cosplayer hineinschnuppern konnte.

Spaß am Neuen

Wie bastele ich mein Kostüm? Wie schminkt sich ein Cosplayer? Wie gehe ich mit Kunstblut um? Diese und viele andere Fragen wurden in den Workshops beantwortet. Cosplay ein Jugendphänomen? Nein! Beim Cosplay-Day im Movie Park machten Darsteller aus ganz Deutschland zwischen unter 20 und über 50 Jahren mit. Darunter viele Studenten, aber auch Ingenieure, Informatiker und Ärzte. „Wir Cosplayer haben Spaß am Neuen, am Verkleiden, am Darstellen“, bringt es Mark Schlagkamp (37) aus Feldhausen, alias Dante aus dem Computerspiel Dantes Inferno, auf den Punkt. „Cosplay vereint Menschen“, so Chiara Kett.

Cosplay ist ein japanischer Verkleidungstrend, der in den 1990er Jahren mit dem Manga- und Animeboom auch in die USA und nach Europa kam. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figuraus Manga, Anime, Comic, Film oder Videospiel durch Kostüm und Verhalten originalgetreu dar. Cosplay wird überwiegend zum eigenen Vergnügen betrieben.
Lesen Sie jetzt